Bewerbung um militärische Frachttransporte
Lufthansa und EADS wollen für Nato arbeiten

Die Lufthansa und der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS wollen sich um militärische Frachttransporte der Nato bewerben.

HB MÜNCHEN. Derzeit bereiteten die EADS und die Lufthansa Cargo Charter Agency (LCCA) die gemeinsame Teilnahme an der Ausschreibung für den NATO-Auftrag vor, sagte eine LCCA-Sprecherin am Dienstag. Bis zu sechs russische Antonov-Flugzeuge sollen von einer gemeinsamen Tochtergesellschaft von EADS und LCCA für strategische Langstreckentransporte zur Verfügung gestellt werden.

Der Auftragswert liegt nach Auskunft der LCCA-Sprecherin bei maximal einer Milliarde Euro. „Dieser Wert kann abhängig von der Auslastung der Maschinen auch deutlich geringer ausfallen.“

Um die Planungssicherheit für die neue Gesellschaft zu verbessern, sollen die Flugzeuge zusätzlich an zivile Kunden vermietet und für Transporte innerhalb des EADS-Werksverbunds genutzt werden. Bei den Flugzeugen handle es sich um russische Antonov-124-100 Maschinen, welche die neue Gesellschaft von russischen Anbietern chartern würde. Um welche Anbieter es sich dabei handle, ließ die LCCA-Sprecherin offen. Zusätzlich könne EADS bei Engpässen Beluga-Transportflugzeuge für die NATO bereitstellen, sagte ein EADS-Sprecher.

Die neue Frachtergesellschaft soll ab 2005 bis mindestens Ende 2012 für die europäischen NATO-Staaten fliegen. Das SALIS-Projekt (Strategic Air Lift Interim Solution) wurde vor zwei Jahren als Übergangslösung beschlossen, bis der neue Airbus-Militärtransporter A400M zur Verfügung steht.

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