Bietergefecht
Alitalia wird zum Ladenhüter

Die Lage für die angeschlagene italienische Fluggesellschaft Alitalia wird immer verzweifelter. Nach dem Rückzug der russischen Fluglinie Aeroflot haben nun auch die letzten verbliebenen Interessenten ihren Ausstieg aus dem Bieterverfahren erklärt. Und an der Börse beginnt bereits der Ausverkauf.

HB ROM. Der US-Vermögensverwalter Matlin Patterson Global Advisors erklärte, man sei nicht mehr in der Lage, den ins Auge gefassten Einstieg fortzusetzen. Bereits am Dienstagabend hatte die AP Holding des italienischen Geschäftsmannes Carlo Toto, zu der auch die italienische Privatfluglinie Air One gehört, den Ausstieg aus dem Bieterverfahren erklärt. Man habe keine Verhandlungsspielräume mit dem Wirtschaftsministerium und keine klaren Möglichkeiten zur Sanierung von Alitalia erkannt, sagte Toto.

Italienische Medien sprachen von einem Fiasko. Die Regierung hatte bereits die Bieterfrist zwei Mal verlängert, sie läuft offiziell am 23. Juli aus. Römische Zeitungen spekulierten, jetzt müsse die Regierung möglicherweise einen Kommissar zur Führung von Alitalia einsetzen. Das Wirtschaftsministerium will mindestens 39,9 Prozent seines Anteils an Alitalia verkaufen. Die Fluggesellschaft macht derzeit täglich über eine Million Euro Verluste.

An der Börse began daraufhin bereits ein Ausverkauf. Innerhalb weniger Minuten brach der Aktienkurs in der Spitze um fast zehn Prozent ein. Insgesamt sackte der Marktwert des Unternehmen zeitweise um rund 100 Millionen Dollar ab.

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