Bietergefecht um Kabelnetzbetreiber
Medienunternehmer Malone greift nach KabelBW

Statt an die Börse wird der Kabelnetzbetreiber KabelBW wohl in die Hände von John Malone gehen. Liberty Global bietet über drei Milliarden Euro für den drittgrößten Kabelkonzern in Deutschland
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DüsseldorfDer amerikanische Medientycoon John Malone bietet 3,2 Milliarden Euro für Kabel BW. Wie in Branchenkreisen am Wochenende zu erfahren war, sind Malone und sein Kabelkonzern Liberty Global der Favorit im Rennen um Kabel BW. Neben Malone bietet auch noch der Finanzinvestor CVC. Laut „Wall Street Journal“ soll das Geschäft bereits zu Beginn dieser Woche bekanntgegeben werden.

Liberty Global wollte auf Anfrage kein Kommentar dazu geben. Bei Kabel BW hieß es nur: „Alle Optionen sind offen.“ Ein Brancheninsider im Ausland sagte: „Kabel BW hat traumhafte Zahlen vorgelegt; die stehen in Baden-Württemberg wirklich glänzend da. Daher der selbstbewusste Preis.“

Für den schwedischen Finanzinvestor EQT, Eigner von Kabel BW, ist der Bieterkampf ideal, denn er treibt den Preis nach oben. Womöglich wird auch CVC nach dem Angebot von Malone sein Angebot nun erhöhen, vermuteten gestern Finanzkreise. EQT war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Malones starkes Interesse an einer Expansion in Deutschland, dem größten Kabelmarkt Europas, ist keine Überraschung. Bereits vor einem Jahr gab es offenbar Gespräche zwischen Liberty Global und EQT über einen Verkauf. Damals wollte aber der schwedische Kabel BW-Eigner, Teil des Imperiums der schwedischen Industriellenfamilie Wallenberg, die Marktgerüchte nicht kommentieren. Insider in Stockholm sagten damals, dass weder ein Verkauf noch ein Börsengang geplant sei. Deutsche Brancheninsider beteuerten aber schon damals das Gegenteil. „Malone und EQT sprechen bereits miteinander“, sagte ein Kenner der Branche bereits vor einem Jahr.

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