Bieterkampf
Lufthansa hat im Rennen um Austrian Airlines Wettbewerber weniger

Turkish Airlines ist nach eigenen Angaben aus dem Rennen um die zum Verkauf stehende Austrian Airlines AG ausgeschieden.

HB WIEN/ISTANBUL. "Uns wurde gesagt, dass wir an dem Bieterprozess nicht mehr teilnehmen können, weil unsere Anmeldung nicht rechtzeitig die zuständige Behörde erreicht hat", teilte Turkish Airlines am Donnerstag in einer Mitteilung an die Istanbuler Börse mit.

Österreich verkauft seinen knapp 43-Prozent-Anteil an der wirtschaftlich angeschlagenen Austrian Airlines. Das Paket hat einen Wert von rund 157 Millionen Euro. Bis am Freitag müssen unverbindliche Angebote abgegeben werden. Danach wird eine "Shortlist" erstellt; mit den verbliebenen Bietern werden dann detaillierte Gespräche geführt. Bis Ende Oktober - einen Monat nach der Parlamentswahl in Österreich - soll ein Partner für die AUA feststehen.

Als Favorit gilt in der Branche und bei der Mehrheit der AUA-Aufsichtsratsmitglieder die deutsche Lufthansa, die auch ihr Interesse signalisiert hat. Mitbieten wollen auch Air France-KLM und die zweitgrößte russische Fluggesellschaft S7. Interesse an einer Beteiligung sollen Medienberichten zufolge außerdem British Airways und Air China haben.

Die in Österreich regierenden Sozialdemokraten haben sich mit der Volkspartei trotz Wahlkampfzeiten auf die Privatisierung der AUA geeinigt. Als Bedingung wurde aber die Bildung eines österreichischen Kernaktionärskonsortiums formuliert, das 25 Prozent plus eine Aktie an der AUA halten soll. Bisher ist das Interesse dafür gering. Falls sich kein Konsortium findet, soll die staatliche Österreichische Industrieholding AG weiter an der AUA beteiligt bleiben.

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