Bieterwettstreit
Lufthansa einziger Bieter für AUA

Im Privatisierungsprozess um die Austrian Airlines liegt der österreichischen Staatsholding ÖIAG nur ein Angebot der Deutschen Lufthansa vor. Die unabhängige Übernahmekommission gab einen Überblick zum Stand des Privatisierungsverfahrens. Das bedeutet aber noch nicht, dass die deutsche Airline der große Gewinner sein wird.

HB DÜSSELDORF/WIEN. Laut ÖIAG hat die Lufthansa fristgerecht ein Angebot für die zum Verkauf stehenden AUA-Aktien des Staates gemacht, aber keinen konkreten Preis dafür genannt. Ein weiteres Gebot liegt der ÖIAG nicht vor.

Die Staatsholding will am Montag über das Angebot entscheiden. Bis zum Freitag will sich die Lufthansa auch zu ihren Preisvorstellungen äußern. Außerdem will der deutsche Flugkonzern dem AUA-Streubesitz ein öffentliches Übernahmeangebot nach dem österreichischen Übernahmegesetz machen.

Allerdings sei nach Einschätzung der Kommission vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Entwicklung der AUA und offenbar auseinander liegender Verhandlungspositionen das Zustandekommen der Transaktion unsicher. Von Seiten der Lufthansa hieß es, sie halte an ihrer mehrfach geäußerten Haltung fest, den laufenden Bieterprozess nicht zu kommentieren.

Die Übernahmebehörde hatte nach eigenen Angaben die Börsenaufsicht in Wien am Donnerstagmorgen gebeten, den Handel mit der AUA-Aktie angesichts der allgemeinen Verunsicherung vorläufig auszusetzen, der Handel wurde nach der Veröffentlichung der Erklärung am Nachmittag wieder aufgenommen. Der Erklärung zufolge erscheint „das Zustandekommen der Transaktion als unsicher“.

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