Bilanz 2005/2006
Otto erreicht immer mehr Kunden online

Die Hamburger Versandhauskonzern Otto wächst und wächst. Dabei ist es vor allem das Geschäft mit dem Ausland und das Geschäft über das Internet, das zulegt. Doch es gibt einen Wehrmutstropfen.

HB HAMBURG. Der Umsatz der Otto-Gruppe nahm im abgeschlossen Geschäftsjahr 2005/2006 nach vorläufigen Zahlen um 0,9 Prozent auf 14,6 Mrd. Euro zu, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. „Nach der erfolgreichen Umsatzwende des letzten Jahres haben wir damit wieder ein stabiles Wachstum erreicht“, sagte der Vorstandsvorsitzende Michael Otto. Das internationale Geschäft trägt zu 53,1 Prozent zum Erlös bei.

Auch der Vorsteuergewinn der Gruppe sei im abgelaufenen Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr weiter gestiegen, teilte Otto mit. „Wir sind sehr, sehr gut unterwegs“, sagte ein Otto-Sprecher ohne konkrete Zahlen zu nennen. „Der Ergebnisanstieg ist ordentlich.“ Im Geschäftsjahr 2004/2005 verdiente Otto vor Steuern 414 Mill. Euro, gut 35 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die vollständige Bilanz für das Geschäftsjahr 2005/2006 soll im Juni vorgestellt werden.

Mit einer Umsatzsteigerung von 10,5 Prozent ist die Otto-Gruppe den Angaben zufolge dabei in Nordamerika besonders erfolgreich. Das Geschäft im europäischen Ausland verzeichnete ein Umsatzplus von immerhin noch 6,1 Prozent. In Deutschland musste die Gruppe angesichts der weiterhin starken Konsumzurückhaltung hingegen einen Umsatzrückgang von 4 Prozent hinnehmen.

Besonders online lief das Geschäft hervorragend. Die Endkunden bestellten übers Internet 30 Prozent mehr als im Vorjahr, so dass der Umsatz auf rund 3 Mrd. Euro zulegte. Die Prognose sei damit übertroffen worden, vermeldete das Unternehmen. Der Otto-Konzern habe seine Position als zweitgrößter Online-Händler der Welt hinter Amazon weiter ausbauen können. „Die Zahlen belegen, wie erfolgreich wir uns als weltgrößte Versandhandelsgruppe im E-Commerce durchsetzen konnten,“ sagte Michael Otto.

Online-Handel spielt bei Versandhändlern wie Otto und Hauptkonkurrent Karstadt-Quelle eine immer wichtigere Rolle. Die gesamte deutsche Versandhandelsbranche setzte 2005 mit Verkäufen über das Netz 6,1 Mrd. Euro um, gut ein Viertel mehr als ein Jahr zuvor. Für das laufende Jahr rechnet der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (BHV) mit einem Wachstum zwischen 20 und 25 Prozent.

Die Handels- und Dienstleistungsgruppe beschäftigt mehr als 54 000 Mitarbeiter weltweit. Sie ist mit 123 Unternehmen in 19 Ländern Europas, Nordamerikas und Asiens präsent. Die Geschäft erstreckt sich auf die Segmente Einzelhandel, Finanzdienstleistungen, Service und Großhandel. In Deutschland ist die Gruppe unter anderm mit den Versendern Otto, Schwab und Baur vertreten.

Für das im März angelaufene Geschäftsjahr 2006/07 gibt sich der Hamburger Versandhändler optimistisch. „Der Beginn des neuen Jahres ist außerordentlich positiv verlaufen und wir sind zuversichtlich, weiters Wachstum zu verzeichnen“, sagte ein Sprecher.

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