Bilanz 2005
Avis Europe kriegt weniger raus

Für Avis Europe lief das vergangene Jahr nicht so gut wie 2004. Der Überschuss schmolz. Doch Europas größter Autovermieter hat sich eine Kur verordnet, um wieder zu alter Stärke zurückzukehren.

HB LONDON. Der bereinigte Vorsteuergewinn sei von 52,1 Mill. Euro im Vorjahr auf 37,8 Mill. Euro gesunken, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Der Umsatz stieg dagegen um 1,9 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro. Der Autovermieter ließ seine seine Geschäftsprognosen für 2006 weitgehend unverändert und sieht sich bei der laufenden Umstrukturierung auf Kurs. Avis gehört zu 60 Prozent der belgischen Autoservice-Firma D'Ieteren. Größte Konkurrenzen sind Sixt und die gerade zum Verkauf stehende VW-Tochter Europcar.

„Alles in allem sind wir mit unseren Ergebnissen im Jahr 2005 zufrieden“, sagte Avis-Chef Murray Hennessy. „Wir liegen über den Erwartungen, zum Teil wegen eines starken Dezembers. Was die Preisbildung betraf, war es aber ein schwieriges Jahr.“ Avis hatte zuletzt mit einer schwachen Nachfrage von Privatkunden in Europa zu kämpfen. Besonders die Vermietung von Autos an Flughäfen war durch die sinkende Zahl von Fluggästen beeinträchtigt worden.

Hennessy sah aber eine positive Entwicklung bei den Buchungen über das Internet. Diese Zahl stieg 2005 auf 24 Prozent nach 18 Prozent im Vorjahr. Für 2006 sei eine Quote von 28 Prozent angepeilt.

Die Umsetzung der Umstrukturierungspläne sei auf dem besten Weg, fügte der Avis-Chef hinzu. Der Autovermieter hatte im vergangenen Monat angekündigt, rund 200 Jobs streichen und Arbeitsplätze an seine Call-Center in Budapest und Barcelona verlagern zu wollen. Durch die Umstrukturierung würden allein in diesem Jahr voraussichtlich rund 7 Mill. Euro eingespart, 2007 seien es vermutlich 25 Mill. Euro und in den folgenden Jahren jeweils 30 Mill. Euro, ergänzte Hennessy.

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