Bilanz 2005
Dekra prüft sich reich

Deutschlands größter Prüfdienstleister Dekra hat dank Firmenübernahmen Umsatz und Gewinn 2005 auf Rekordmarken gesteigert. Die Ziele für die Zukunft sind ambitioniert.

HB FRANKFURT. Die Erlöse hätten sich im vergangenen Jahr um ein Fünftel auf 1,2 Mrd. Euro erhöht, teilte das Stuttgarter Unternehmen am Donnerstag mit. Der Vorsteuergewinn stieg um 70 Prozent auf 41 Mill. Euro. Mit knapp 15 000 Mitarbeitern beschäftigte Dekra 3 500 Menschen mehr als im Vorjahr. 500 Stellen schuf die Firma in Deutschland.

Den rasanten Wachstumskurs das Unternehmen im laufenden Jahr fortsetzen. „Wir wollen auch 2006 wieder zweistellig zulegen“, sagte der neue Firmenchef Klaus Schmidt mit Blick auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung. In den ersten vier Monaten habe Dekra die Erlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bereits um 11 Prozent auf über 400 Mill. Euro gesteigert.

„Unserem Ziel eines 25-prozentigen Marktanteils in Europa bei der Fahrzeugüberwachung kommen wir immer näher“, sagte Schmidt. Bis 2010 peilt Dekra die Marke von 2 Mrd. Euro Umsatz und eine Umsatzrendite vor Steuern von 5 Prozent an. Dazu sollen auch künftig Firmenkäufe und strategische Partnerschaften beitragen. Neben der Erschließung neuer Märkte im Ausland soll das Geschäft mit Industrieprüfungen, das bislang ein Fünftel des Umsatzes ausmacht, das Wachstum treiben. Mit der 2005 erfolgten Übernahme der französischen Norisko-Gruppe habe Dekra gute Chancen, auch im Industriebereich europäischer Marktführer zu werden.

Bezogen auf den Umsatz rangiert der Dekra-Konzern – die Bezeichnung geht auf den 1925 gegründeten Deutschen Kraftfahrzeug-Überwachungsverein zurück – derzeit auf Platz drei hinter der schweizerischen Société Générale de Surveillance (SGS) und der französischen Bureau Veritas. Bei Fahrzeug-Überprüfungen ist die Dekra allerdings die Nummer eins. Größter deutscher Konkurrent ist der Tüv Süd, gefolgt vom Tüv Rheinland.

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