Bilanz 2005
Fraport beglückt Aktionäre

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat 2005 weit mehr verdient als noch 2004. Davon sollen auch die Anteilseigner direkt profitieren. Fürs laufende Jahr hat das Unternehmen weiteres Wachstum vorausgesagt.

HB FRANKFURT. Unter dem Strich wurden 161,5 Mill. Euro und damit 17,4 Prozent mehr als im Vorjahr verdient, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Der Umsatz stieg um 4,6 Prozent auf 2,1 Mrd. Euro. Die Zahl der Passagiere legte um 2,2 Prozent auf 52,2 Millionen zu. Fraport übertraf damit seine im November leicht heraufgesetzten Jahresziele von 10 Prozent mehr Gewinn. Analysten hatten allerdings mit einer fast 20-prozentigen Steigerung des Jahresüberschusses gerechnet. Negativ wirkten sich vor allem die Probleme am Flughafen Antalya in der Türkei aus, wo Fraport einen Terminal betreibt. Dieser leidet unter Passagierschwund seit es einen zweiten Terminal gibt.

Das Wachstum brachte auch neue Jobs: Die Zahl der Beschäftigten stieg im Konzern um rund 6 Prozent auf knapp 28 000. In Frankfurt beschäftigte Fraport zum Jahresende 17 830 Arbeitnehmer und damit 7,4 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Zur weiteren Verbesserung der Ergebnisse plant das Unternehmen noch in diesem Jahr ein neues Sparprogramm. Details zu den Maßnahmen und dem Umfang wolle das Unternehmen im August vorlegen, heißt es in einer am Dienstagmorgen von Fraport im Internet veröffentlichten Präsentation zu den Bilanzzahlen für 2005.

Das Unternehmen werde an seine Aktionäre – darunter auch die Deutsche Lufthansa mit einem Anteil von 5 Prozent – erneut rund die Hälfte des Gewinns ausschütten. Deshalb werde der Vorstand für 2005 eine Dividende von 90 Cent je Aktie vorschlagen, 15 Cent mehr als im Jahr zuvor, teilte Fraport mit.

Für 2006 hielt sich der im MDax der mittleren Werte gelistete Flughafenkonzern mit konkreten Prognosen zurück. Grund dafür seien die Probleme im türkischen Antalya und die Vogelgrippe als weiterer Unsicherheitsfaktor, erläuterte Finanzvorstand Stefan Schulte. Für den Flughafen Frankfurt rechne Fraport mit rund 1 Millionen oder 2 Prozent mehr Passagieren. Allein die Fußball-Weltmeisterschaft werde rund 500 000 zusätzliche Fluggäste bringen. Umsatz und operatives Ergebnis sollen ebenfalls steigen, der Jahresüberschuss sogar deutlich, sagte Schulte. Eine Größenordnung nannte er nicht.

Im türkischen Antalya hat Fraport im vorigen Jahr aufgrund eines massiven Passagierrückgangs an seinem Terminal 32 Mill. Euro Umsatz verloren. Das operative Ergebnis (Ebitda) sei deswegen um 23 Mill. Euro gesunken, sagte Schulte. Mit Inbetriebnahme eines zweiten Terminals ohne Fraport-Beteiligung wurden die Passagiere ungleich verteilt. Am Fraport-Terminal sank 2005 die Zahl der Fluggäste um mehr als die Hälfte auf gut 5 Millionen. Schulte sagte, er rechne damit, dass im nächsten Monat die Passagiere wieder gleichmäßig auf beide Terminals verteilt werden. Es fehle aber noch eine Unterschrift.

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