Bilanz 2005
Rhön-Klinikum macht gutes Geschäft mit der Krankheit

Der Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum hat im abgelaufenen Jahr bei Umsatz und Gewinn kräftig zugelegt. Das lag vor allem am Zukauf weiter Krankenhäuser, darunter erstmals in der Bundesrepublik eine Uniklinik.

HB FRANKFURT. Der Konzerngewinn vor Minderheitsanteilen habe sich 2005 nach vorläufigen Zahlen um rund 10 Prozent auf 88,2 Mill. Euro erhöht, teilte der Konzern am Montag mit. Damit übertraf Rhön-Klinikum die eigene Prognose von 86 Mill. Euro. Den Konzerngewinn nach Anteilen Dritter gab das Unternehmen zunächst nicht bekannt. Analysten hatten hier im Schnitt 84,3 Mill. Euro erwartet. Der Gewinn je Aktie lag mit 1,61 Euro leicht unter den Analystenprognosen von 1,63 Euro, aber über dem Vorjahreswert von 1,47 Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) erhöhte sich um 13,4 Prozent auf 140,4 Mill. Euro. Den Umsatz 2005 bezifferte Rhön-Klinikum mit 1,415 Mrd. Euro, ein Plus von 35,4 Prozent.

Für 2006 stellte das Unternehmen unverändert ohne Berücksichtigung weiterer Übernahmen einen Umsatz von knapp 1,9 Mrd. Euro und einen Konzerngewinn von 93 Mill. Euro in Aussicht. „Wir werden weiterhin ein profitables Wachstum anstreben und nicht ein Umsatzwachstum um jeden Preis“, erklärte Vorstandschef Wolfgang Pföhler. Die Integration der kürzlich übernommenen Uniklinik Gießen-Marburg sei wesentliches Ziel für 2006 und die Folgejahre. Es war der erste Verkauf einer Uniklinik an einen privaten Betreiber.

In den Konzernkliniken wurden den Angaben zufolge im vergangenen Jahr rund 950 000 Patienten behandelt – ein deutlicher Zuwachs zu den 598 000 im Jahr 2004. Aktuell gehören 45 Kliniken mit 14 620 Betten zu dem Klinikkonzern.

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