Bilanz und Ausblick
Praktiker wächst jenseits der Grenze

Deutschlands zweitgrößte Baumarktkette Praktiker hat im abgelaufenen Geschäftsjahr stark vom Auslandsgeschäft profitiert und will auch in 2007 weiter wachsen.

dpa-afx KIRKEL. Das operative Ergebnis (Ebita) sei 2006 von 105,8 auf 111,1 Mill. Euro gestiegen, teilte Praktiker am Dienstag in Kirkel mit. Der Überschuss aus fortgeführtem Geschäft kletterte von 77,6 auf 84,1 Mill. Euro. Der Umsatz legte wie bereits im Januar veröffentlicht um 4,2 Prozent auf 3,16 Mrd. Euro zu. Für 2006 soll den Aktionären eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Dividende in Höhe von 0,45 Euro je Aktie gezahlt werden.

Dabei fielen im Geschäftsjahr 2006 Einmalaufwendungen für die Übernahme des Konkurrenten Max Bahr sowie die Umstellung der ersten Praktiker-Märkte auf das Easy-to-Shop-Konzept in Höhe von 7,5 Mill. Euro an. Ohne die Sonderbelastung betrug das Ebita 118,6 Mill. Euro.

Besonders profitabel entwickelte sich das Geschäft im Ausland, vornehmlich in Osteuropa. Praktiker erwirtschaftete im vergangenen Jahr jenseits der deutschen Grenzen 28 Prozent seines Umsatzes und fast die Hälfte des operativen Gewinns. In 2006 eröffnete Praktiker insgesamt acht neue Filialen, davon fünf in Rumänien, zwei in Bulgarien und eine in Griechenland. In diesem Jahr sind 15 bis 20 Neueröffnungen geplant.

Optimistisch zeigte sich Praktiker für das laufende Geschäftsjahr. Der Umsatz soll inklusive Max Bahr auf über vier Mrd. Euro steigen. Das Ebita wird bei "mindestens 115 Mill. Euro" gesehen. "Wir werden auch im aktuellen Geschäftsjahr alles daran setzen, die Nachhaltigkeit unseres Erfolgs zu bestätigen", sagte Vorstandschef Wolfgang Werner. "Im Inland haben sich die Voraussetzungen für ein weiteres profitables Wachstum durch die Akquisition von Max Bahr einerseits und durch die beginnende flächendeckende Einführung des Easy-to-Shop-Konzeptes andererseits strategisch nachhaltig verbessert." Dies seien "beste Voraussetzungen für einen Angriff auf die Position des bisherigen Marktführers", sagte Werner mit Blick auf die Nummer eins der Branche, OBI.

Praktiker hatte die Übernahme von Max Bahr im Sommer vergangenen Jahres angekündigt und inzwischen grünes Licht vom Bundeskartellamt erhalten unter der Auflage, sich von vier Märkten zu trennen. Ende 2006 kam Max Bahr auf 77 Märkte mit 4 000 Mitarbeitern. Praktiker will mit der Übernahme enger an OBI heranrücken. Im Ausland will das Unternehmen das Expansionstempo erhöhen. Praktiker kündigte an, "auf breiter Front in sieben von acht Ländern zu investieren." Zudem sei die Erschließung eines neuen Auslandsmarktes geplant.

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