Bilanzunregelmäßigkeiten
US-Börsenaufsicht nimmt Ahold ins Visier

Die Bilanzfehler beim niederländischen Einzelhandelskonzern Ahold haben nach Firmenangaben die US-Börsenaufsicht SEC zu einem Ermittlungsverfahren veranlasst.

Reuters AMSTERDAM. Die SEC habe eine Untersuchung der Bilanzunregelmäßigkeiten bei Ahold und U.S. Foodservice begonnen, sagte eine Ahold-Sprecherin am Mittwoch. „Wir arbeiten nun schon seit einiger Zeit mit der SEC zusammen und stellen die angeforderten Informationen bereit.“ Ahold-Aktien sind auch in den USA börsennotiert. Daher fällt das Unternehmen auch in den Zuständigkeitsbereich der SEC.

Am Montag hatten die Ahold-Aktien rund zwei Drittel ihres Wertes verloren, nachdem der nach Umsatz weltweit drittgrößte Einzelhandelskonzern Falschbuchungen über mehr als 500 Millionen Euro bei der US-Tochter U.S. Foodservice eingestanden und den Rücktritt von Vorstandschef Cees van der Hoeven und Finanzvorstand Michael Meurs mitgeteilt hatte.

Wegen des drastischen Kurssturzes haben in den USA inzwischen mehrere Anwälte im Auftrag von Aktionären Klagen gegen Ahold angekündigt. Am Mittwoch fielen Ahold-Titel in Amsterdam weiter um gut ein Zehntel auf 2,90 Euro. Vergangene Woche hatten sie noch bei knapp zehn Euro notiert.

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