Bilanzvorschau 2005
Deutsche Messe kommt aus den roten Zahlen

Die Deutsche Messe AG mit Stammsitz Hannover blickt in einer vorläufigen Bilanz auf ein hervorragendes Geschäftsjahr zurück. Nach einem Minus in 2004 wird 2005 ein Gewinn angepeilt.

HB HANNOVER. Für den zweitgrößten deutschen Messeausrichter sei 2005 das „veranstaltungsintensivste Messejahr“ gewesen, sagte Vorstandschef Sepp Heckmann auf der Jahrespressekonferenz am Donnerstag in Hannover. Der Umsatz habe im Vergleich zum Vorjahr von 224 auf 304 Mill. Euro erhöht. Das operative Ergebnis (Ebitda) sei von 50 auf 61 Mill. Euro gewachsen. Zugleich habe man die vor allem aus der Modernisierung des Geländes in Hannover stammenden Schulden um 60 Mill. auf 165 Mill. Euro zurückführen können.

Nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden kann die Messe AG nach 3 Mill. Euro Verlust im Vorjahr für 2005 einem Reingewinn von 11 Mill. Euro erwarten. Obwohl das Unternehmen 52 Messen und Ausstellungen im Inland und immerhin 46 Auslandmessen veranstaltete, erwirtschaftete es allerdings lediglich 8 Prozent seines Umsatz im Ausland. Man habe sich später als Konkurrenten im Auslandsgeschäft engagiert, hole aber auf, sagte Messe-Vorstand Stephan Kühne.

Messechef Heckmann betonte, Hannover sei für Investitionsgüter weiterhin der weltweite Messplatz Nummer eins und verfüge über das weltweit größte Messegelände. Zudem bleibe die Cebit die weltgrößte Messe der Informations- und Kommunikationstechnik. Heckmann beklagte allerdings auch Fehlentwicklungen am Messeplatz Deutschland. Obwohl die an Unternehmen vermieteten Flächen sei Jahren zurückgingen, würden ungebremst neue Messeareale geschaffen. Anstatt durch Bündelung die weltweite Bedeutung der deutschen Messen zu stärken, würden erfolgreiche Messethemen zersplittert. Auch Subventionen an die Veranstalter trügen zur weiteren „Kannibalisierung“ bei. Das schade dem internationalen Messe-Standort Deutschland.

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