Billig-Airlines und Kerosinpreise führen zu enormen Verlusten
Krise bei Delta Air Lines geht weiter

Die schwer angeschlagene drittgrößte US-Fluggesellschaft Delta Air Lines hat im dritten Quartal und in den ersten neun Monaten 2004 enorme Verluste verbucht. Der extreme Anstieg der Flugbenzinpreise und der harte Wettbewerb durch die Billigfluggesellschaften machten Delta schwer zu schaffen.

HB ATLANTA. Der Quartalsverlust sei auf 646 Millionen Dollar (517 Mio Euro) gestiegen, verglichen mit 164 Millionen Dollar Minus im Vorjahreszeitraum, teilte die Gesellschaft am Mittwoch in Atlanta mit. Das Unternehmen kämpft nach Darstellung von Luftfahrtfachleuten darum, einen baldigen Gang zum Insolvenzrichter zu vermeiden.

In den ersten neun Monaten dieses Jahres fielen bei Delta sogar rote Zahlen von 3 Milliarden Dollar an im Vergleich zu 446 Millionen Dollar Verlust im Vorjahresabschnitt. Der Neunmonatsumsatz erhöhte sich indes um 8,4 Prozent auf 11,3 Milliarden Dollar. Der Umsatz des dritten Quartals wuchs um 5,9 Prozent auf 3,9 Milliarden Dollar.

„Mit einer weiteren Verschlechterung der Delta-Finanzlage, ist Zeit essenziell“, warnte Konzernchef Gerald Grinstein. Delta hatte im September einen Sanierungsplan vorgelegt und von den Piloten jährliche Tarifzugeständnisse von einer Milliarde Dollar gefordert. Das Unternehmen strebt bis 2006 jährliche Kostenersparnisse von fünf Milliarden Dollar an.

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