Billigairline
Air Baltic will weiter nach Osten

Das rasante Wachstum von Air Baltic begann mit der Einführung der „One-Way-Tickets“ Anfang 2003. Nach dem Muster von Ryanair und Easyjet bucht der Kunde nur noch Einzelstrecken und keine kombinierten Hin- und Rückflug-Tickts. Nun sollen die Flugziele in die ehemaligen Sowjetrepubliken ausgebaut werden.

RIGA. Bertold Flick hat in den vergangenen Jahren viel gelernt. Auch von der irischen Konkurrenz. Der Chef der lettischen Fluggesellschaft Air Baltic spricht gerne über den Erfolg seines Unternehmens. „Die Entwicklung in den vergangenen zwei, drei Jahren war enorm“, sagt Flick im Gespräch mit dem Handelsblatt.

Das rasante Wachstum von Air Baltic begann mit der Einführung der „One-Way-Tickets“ Anfang 2003. Nach dem Muster von Ryanair und Easyjet bucht der Kunde nur noch Einzelstrecken und keine kombinierten Hin- und Rückflug-Tickts. „2002 haben wir rund 240 000 Passagiere befördert, in diesem Jahr werden es etwa 1,5 Millionen sein“, so Flick. Der Deutsche kam 1991 im Zuge der Privatisierungsbemühungen nach Riga. Air Baltic wurde 1995 von der Skandinavischen Fluglinie SAS und dem lettischen Staat gegründet. Das Unternehmen setzte vergangenes Jahr 120 Mill. Euro um und erzielte einen Betriebsgewinn von knapp zehn Mill. Euro. Die Zahl der Passagiere konnte im vergangenen Jahr um 76 Prozent auf rund eine Million gesteigert werden.

„Ich glaube, in wenigen Jahren werden wir bei den meisten europäischen Airlines diese Mischung aus traditioneller Airline und Billigflieger sehen“, sagt Flick. Er scheint recht zu behalten: Die skandinavische Fluggesellschaft SAS, die an der Air Baltic 46,2 Prozent hält, führte im vergangenen Jahr auf sämtlichen Europa- und Inlandsstrecken ein ähnliches Modell ein. Die Lufthansa experimentiert mit dem Konzept, und auch Flug-Experten gehen davon aus, dass in diesem Modell die Zukunft liegt, da es eine sehr flexible Preisgestaltung und ein schnelleres Reagieren der Fluggesellschaft auf die aktuelle Buchungslage erlaubt.

Für die Zukunft rechnet der Air Baltic-Chef mit einem weiteren, wenn auch leicht abgebremsten Höhenflug. „In den kommenden zwei Jahren wollen wir ein Wachstum von rund 30 Prozent erreichen“.

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