Billigangebot für Langstrecke
Turkish Airlines dementiert Pläne mit Lufthansa

Nur einen Tag nach der Vorstellung der neuen Lufthansa-Strategie sagt ein potenzieller Partner ab. Turkish Airlines habe keine Pläne für eine Zusammenarbeit auf der Langstrecke. Das sieht die Lufthansa aber anders.
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Istanbul/SeeheimDie mögliche Zusammenarbeit von Lufthansa und Turkish Airlines auf Langstreckenflügen sorgt für Verwirrung. Anders als in den Medien berichtet, gebe es keine Projekte hinsichtlich Langstreckenflügen zwischen Turkish Airlines und der Lufthansa, hieß es am Donnerstag in einer Mitteilung der türkischen Fluggesellschaft an die Istanbuler Börse.

Die Lufthansa teilte als Reaktion darauf mit, dass es bei der Kooperation um den gemeinsamen Ferienflieger Sunexpress geht. Das Gemeinschaftsunternehmen, dessen Maschinen bisher vor allem zwischen Deutschland und der Türkei unterwegs sind, solle künftig auch Langstreckenflüge anbieten, sagte ein Lufthansa-Sprecher am Donnerstag. Der Lufthansa zufolge gibt es Gespräche, das Angebot von Sunexpress entsprechend auszuweiten.

Turkish Airlines teilt auf Anfrage von Handelsblatt Online mit: „Im Speziellen gab es keine Gespräche bezüglich eines gemeinsamen Projektes auf der Langstrecke“, heißt es von der Airline. „Natürlich gibt es weiterhin Gespräche, wie wir die Zusammenarbeit intensivieren können. Jedoch gibt es keine konkreten Projekte.“

Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte am Mittwoch Pläne für eine neue Günstigmarke auf Langstreckenflügen vorgestellt. Diese solle entweder im Alleingang oder mit einem Partner aufgebaut werden. „Turkish Airlines ist ein potenzieller Partner und wir sind in sehr fortgeschrittenen Gesprächen“, sagte der Lufthansa-Chef. Eine Entscheidung soll im Herbst fallen.

Ein Name für die neue Marke stehe noch nicht fest. Starten sollten die Flieger dieser Billig-Langstrecken-Linie voraussichtlich von München oder Nordrhein-Westfalen aus. Sunexpress hatten Turkish Airlines und Lufthansa 1989 ins Leben gerufen. Im Jahr 2013 beförderte Sunexpress nach eigenen Angaben rund sieben Millionen Fluggäste. Zudem werde geprüft, inwiefern bis zu sieben A340-Langstrecken-Flieger zu niedrigeren Kosten auf neuen Strecken oder von der Streichung bedrohten Verbindungen eingesetzt werden können, sagte Spohr am Mittwoch. Die Maschinen sind im Vergleich zu neuen Jets spritdurstig.

„Die Idee halte ich für verwegen“, sagte Fondsmanager Michael Gierse von Union Investment. Das sei in Europa bislang noch keinem gelungen. „Selbst Ryanair-Chef Michael O'Leary redet seit Jahren von der Idee, doch lässt die Umsetzung auf sich warten.“ Interessant sei der Versuch von Norwegian – allerdings habe die Airline aus Oslo dafür Kerosin-sparende Boeing-Jets vom Typ 787 in der Flotte.

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  • Die Türken haben es gar nicht nötig, sich mit LH zu verbändeln. Bald haben sie einen neuen geilen Riesenflughafen (mit Sicherheit noch vor der Eröffnung von BER) und dann rocken sie das Ding alleine.

    Ich hätte auch keinen Bock auf eine Partnerschaft mit einer Luxus-Airline wie der LH, wo die Piloten 200k verdienen. Denn bei LH gibt es Luxus nur fürs Personal - nicht wie bei Emirates für die Passagiere!

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