Billigflieger
Fusionsgespräche bei Tuifly und Air Berlin

Die ins Stocken geratene Konsolidierung auf dem deutschen Billigflieger-Markt könnte in einer unerwarteten Richtung weiter gehen: Einem Magazinbericht zufolge ist Tuifly an einer Allianz mit Air Berlin interessiert.

HB FRANKFURT. Der Reisekonzern Tui prüft einem Magazinbericht zufolge, seine Flugtochter Tuifly beim Billigflieger Air Berlin einzubringen. Im Gegenzug könnte TUI sich Anteile an Air Berlin und Sitzplatzkontingente sichern, meldete der „Spiegel“ am Samstag. Tui-Chef Michael Frenzel und Air-Berlin-Chef Joachim Hunold nähmen einen neuen Anlauf, nachdem sie bereits in der Vergangenheit mehrfach verhandelt hätten. Ein Sprecher von Air Berlin sagte am Samstag: „Wir können das weder bestätigen noch dementieren. Wir sprechen mit allen.“Die Tui wollte sich zu den Angaben nicht äußern.

Die Konzentration unter den kleineren deutschen Fluggesellschaften tritt derzeit auf der Stelle. Hunold wollte ursprünglich den zur Arcandor-Tochter Thomas Cook gehörenden Ferienflieger Condor kaufen. Nach monatelangem erfolglosem Ringen um die Erlaubnis des Bundeskartellamts hatten Cook und Air Berlin ihr Vorhaben Mitte Juli aber aufgegeben.Der deutsch-britische Reiseveranstalter versucht seitdem, Condor in ein Bündnis mit der Lufthansa-Billigtochter Germanwings und Tuifly einzubringen. Zuletzt hieß es, die Gespräche darüber befänden sich noch in einem frühen Stadium. Es sei kein schneller Abschluss zu erwarten.

Zusammengenommen kämen Germanwings, Condor und Tuifly auf 30 Millionen Passagiere pro Jahr und würden damit Air Berlin als Nummer zwei im deutschen Markt mit 28 Millionen Fluggästen übertrumpfen.

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