Billigflieger
Piloten drohen Ryanair mit Streik

Eine Pilotenvereinigung droht dem Billigflieger Ryanair mit Streiks. Firmenchef Michael O'Leary hat seine ganz eigene Position zu diesem Arbeitnehmerbündnis – und auch anderen Gewerkschaften.
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HamburgDem irischen Billigflieger Ryanair drohen Streiks seiner Piloten. Akzeptiere das Management der Fluggesellschaft das Pilotenbündnis Ryanair Pilot Group (RPG) nicht als Verhandlungspartner, werde dieses reagieren - „am Ende auch mit Streiks“, sagte der Vorsitzende der vorläufigen RPG-Führung, Evert van Zwol, der Wochenzeitung „Die Zeit“ laut Vorabmeldung vom Mittwoch.

In der RPG ist nach eigenen Angaben mehr als die Hälfte der Ryanair-Piloten organisiert. Das Bündnis wurde im Herbst 2012 gegründet und wählte kürzlich eine vorläufige Führung. Nach Angaben der RPG beschäftigt Ryanair „über 2300 Piloten wie Söldner über hunderte in Irland angemeldete Gesellschaften mit beschränkter Haftung, ohne arbeitsplatzbezogene, finanzielle und soziale Sicherheit“. Insgesamt arbeiten für Ryanair rund 3500 Piloten.

Ryanair-Chef Michael O'Leary will das Pilotenbündnis in seinem Unternehmen nicht akzeptieren und sagte der „Zeit“: „Die RPG existiert nicht.“ Ryanair dulde die Arbeit von Gewerkschaften im Unternehmen nicht, da diese „sich dem Wandel verweigern, selbst wenn der notwendig ist“, sagte O'Leary der Zeitung. Mit Gewerkschaften ausgehandelte Arbeitsbedingungen - wie etwa bei anderen Fluggesellschaften - dürften das Geschäftsmodell des Billigflieger Ryanair erheblich in Frage stellen.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Billigflieger: Piloten drohen Ryanair mit Streik"

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  • Wer zu Dumpinglöhnen arbeiten muss, kann sich eben vielleicht nichts anderes leisten? Oder muss seltener in den Urlaub fliegen, oder gleich ganz verzichten und auf dem Balkon (sofern vorhanden) Urlaub machen.

  • Es muß doch allmählich der dümmste Vollpfosten gemerkt haben, das Ryanair nicht nur seine Mitarbeiter, sondern auch seine Kunden gleichermaßen verar... . Großkotzig mit Dumpingpreisen werben und dann für jeden Fliegendreck zusätzlich die Hand aufhalten. Dass der Sitzplatz im Flugzeug noch im Preis inbegriffen ist, ist vermutlich nur den Sicherheitsvorschriften der Luftfahrtbehörden zu verdanken. Ryanair ist so ziemlich das Mieseste, was sich am Himmel bewegt. Mich kriegen keine zehn Pferde in diese fliegende Abzockbude. Aber wenn die Giernase Fluggast (billig, billig, billig) sich gern für blöd verkaufen lässt - nur zu, solche Kunden braucht dieser fliegende Sauladen. Ich hoffe inständig, dass das Personal dem Erzkapitalisten O'Leary kräftig auf die Finger haut. Es gibt Unternehmen, die braucht kein Mensch. Ryanair ist eines davon.

  • Ich kann mich dem Kommentar von Bird33 nur anschließen. Billig und fair geht meines Erachtens nicht. Wer zu Spottpreisen fliegt oder konsumiert, macht Konzernchefs reich und trägt zur sozialen Ungerechtigkeit einen großen Anteil bei.

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