Billigflieger
Ryanair setzt künftig auf Großflughäfen

Die Billigfluglinie Ryanair will künftig auch große Flughäfen verstärkt ansteuern. „Wenn wir in fünf Jahren so groß werden wollen, kommen wir um solche Flughäfen nicht herum“, sagte Ryanair-Chef Michael O'Leary in einem am Freitag vorab veröffentlichten Interview der „Wirtschaftswoche“.

HB BERLIN. Bis in fünf Jahren wolle Ryanair seine Passagierzahl auf 85 Millionen verdoppelt haben, das Netz weiter ausbauen und dabei profitabel bleiben. Der irische Konzern ist Europas größte Billigfluglinie.

Von dem Nettovermögen von 2,4 Milliarden Euro wolle der Konzern zum Jahresende einerseits eine Sonderdividende ausschütten oder Aktien zurückkaufen, sagte O'Leary der „Wirtschaftswoche“ zufolge weiter. Andererseits werde ein Großteil des Geldes für neue umweltfreundliche Flugzeuge gebraucht. Auch solle Konkurrenten wie der Deutschen Lufthansa gezeigt werden, „dass wir in einem Preiskampf den längeren Atem haben“.

Selbst nach einer möglichen Übernahme der irischen Aer Lingus will Ryanair O'Leary zufolge nicht in das Billigfluggeschäft auf der Langstrecke einsteigen. Aer Lingus fliegt auch in die USA. „Unser Geschäftsmodell funktioniert im Interkontinentalverkehr nicht“, sagte der Konzernchef. „Aber wir werden die Routen beibehalten, wenn sie sich rechnen.“

Ryanair hatte Ende 2006 sein Milliarden-Gebot für den heimischen Wettbewerber wegen Bedenken der EU-Kommission und heftigen Widerstands von Aer-Lingus-Aktionären zurückgezogen. Sollte die EU-Kommission aber grünes Licht für eine Offerte geben, hat Ryanair ein neues Angebot nicht ausgeschlossen. Die Brüssler Wettbewerbshüter wollen bis zum 13. Juni entscheiden.

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