Handel + Konsumgüter
Billigflieger setzen Eurotunnel unter Druck

Der britisch-französische Eurotunnel-Konzern hat wegen eines starken Wettbewerbsdrucks und Preissenkungen im dritten Quartal erneut weniger umgesetzt.

HB PARIS. Die hoch verschuldete Betreibergesellschaft des Kanaltunnels zwischen Frankreich und Großbritannien bezifferte die Erlöse für die drei Monate bis Ende September am Dienstag auf 203,9 Millionen Euro nach 210,1 Millionen Euro im Vorjahr.

Wegen der starken Konkurrenz durch Billigflieger und Fähren habe Eurotunnel in der Sommerferienzeit hohe Rabatte anbieten müssen, die die Umsätze belastet hätten. Der Autoverkehr durch den Tunnel sei um fünf Prozent gesunken. Firmenchef Jean-Louis Raymond sagte, die Zahlen seien nicht zufriedenstellend, lägen aber im Rahmen der Erwartungen. Eurotunnel-Aktien eröffneten den Pariser Handel mit einem Minus von mehr als neun Prozent bei 0,29 Euro.

Eurotunnel war im April in die Schlagzeilen geraten, nachdem aufgebrachte Kleinaktionäre auf der Hauptversammlung in einer beispiellosen Revolte das Management des Unternehmens aus dem Amt gedrängt hatten.

Eurotunnel wurde 1987 gegründet und ist seither von Krise zu Krise getaumelt. Eurotunnel-Aktionäre, die sich beim Börsengang engagiert hatten, haben durch die Kursverluste mittlerweile mehr als 90 Prozent ihrer Investitionen verloren.

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