Billigfluggesellschaft: Ryanair verringert Verlust

Billigfluggesellschaft
Ryanair verringert Verlust

Der irische Billigflieger Ryanair hat seinen Verlust deutlich verringert und die Gewinnprognose für das Gesamtjahr angehoben. Vor allem eine Entwicklung kam dem Unternehmen dabei zugute.
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HB DUBLIN. Wie aus einer Unternehmensmitteilung vom Montag hervorgeht, betrug der Nettoverlust im Zeitraum zwischen Oktober und Dezember knapp elf Mio. Euro, nachdem er im vergangenen Jahr noch bei fast 102 Mio. Euro gelegen hatte. Der Umsatz stieg trotz eines höheren Passagieraufkommens wegen geringerer Ticketpreise nur leicht um ein Prozent auf 612 Mio. Euro. Ryanair hatte einen Verlust wegen geringerer Ticketpreise bei Vorlage der Halbjahreszahlen bereits angekündigt.

Profitieren konnte der größte europäische Billigflieger von geringeren Treibstoffkosten. Wegen des hohen Preisdrucks erwartet Ryanair weitere Konsolidierungen und Insolvenzen in der Branche. Das Unternehmen selbst will weitere Marktanteile gewinnen, vor allem in Italien, Skandinavien, Spanien und Großbritannien. Ryanair bekräftigte, dass bis zum Ende des Geschäftsjahres 2013 (per Ende März) rund eine Milliarde Euro überschüssige Barmittel erwirtschaftet werden sollen, die den Aktionären zugute kommen sollen.

Für das laufende Geschäftsjahr hob die irische Fluggesellschaft ihre Gewinnprognose auf 275 Mio. Euro an. Zuvor hatte das Unternehmen den Gewinn am unteren Ende der Spanne zwischen 200 Mio. und 300 Mio. Euro gesehen. Trotz des durch die Wirtschaftskrise bedingten Einbruchs im Flugverkehr will Ryanair weiter wachsen. Bis zum Ende des nächsten Geschäftsjahrs 2011 soll das Passagieraufkommen um rund zehn Prozent auf 73 Mio. Passagiere zulegen. Im dritten Quartal flogen 16 Mio. Passagiere mit Ryanair, 14 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

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