Billigfluggesellschaften
Kein Kommentar von Germanwings zur Fusion mit Tuifly

Zu den laufenden Fusionsverhandlungen zwischen Germanwings und der Flugtochter Tuifly des Reisekonzerns Tui will sich Germanwings -Geschäftsführer Thomas Winkelmann derzeit nicht äußern. Das nährt Spekulationen. Derweil verlangsamt sich das Wachstumstempo der Lufthansa -Tochter.

HB BERLIN. Seit Ende Januar verhandeln die Mutterkonzerne Lufthansa und Tui über ein Bündnis der beiden Fluggesellschaften. Der ursprünglich ins Auge gefasste Abschluss zu den nächsten Aufsichtsratssitzungen von Lufthansa am nächsten Montag und von Tui gut eine Woche später gilt in Verhandlungskreisen inzwischen wegen zahlreicher Detailfragen als unsicher. Ziel ist es, die beiden Fluggesellschaften vom Sommerflugplan nächsten Jahres an unter einem gemeinsamen Dach fliegen zu lassen.

Derweil weitet die Lufthansa -Billigflugtochter Germanwings ihr Streckennetz weiter aus. Mit 23 zusätzlichen Verbindungen im Sommerflugplan solle sich die Zahl der Passagiere 2008 um sechs bis acht Prozent auf bis zu 8,6 Mill. erhöhen, sagte Germanwings -Chef Winkelmann auf der Internationalen Tourismusbörse (ITB) am Mittwoch in Berlin. Damit verlangsamt sich das Wachstumstempo der Lufthansa -Tochter wie bei anderen Billiganbietern in Europa.

Im vorigen Jahr hatte Germanwings noch um zwölf Prozent auf acht Mill. Passagiere zugelegt. Der Umsatz wuchs ähnlich stark auf 630 Mill. Euro. Der Gewinn sei 2007 mit acht Mill. Euro stabil geblieben, sagte Winkelmann. Das sei angesichts der andauernden Investitionen in neue Strecken ein zufriedenstellendes Ergebnis.

Von den fünf Standorten Köln/Bonn, Stuttgart, Berlin-Schönefeld, Hamburg und Dortmund sollen künftig 65 Ziele auf dem europäischen Kontinent angeflogen werden. Die Airline hat nach eigenen Angaben die modernste Flugzeugflotte aus inzwischen 27 Jets des Typs Airbus 319. Im vergangenen Jahr bot sie 67 000 Flüge an.

"Wir suchen zur Zeit Mitarbeiter", sagte Winkelmann. Bis Mai will er 300 Beschäftigte neu einstellen für die Bereiche Kabine, Cockpit und Boden. Derzeit beschäftigt Germanwings 1 087 Mitarbeiter. Ende 2008 sollen es 1 250 bis 1 300 sein.

Vom 1. Mai an soll das "Drängeln beim Einstieg" ein Ende haben, kündigte Winkelmann an. Dann werden Sitzplätze fest vergeben. Wer bereits im Voraus seinen Platz fest buchen will, muss dafür fünf Euro Aufpreis zahlen.

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