Bio-Kerosin
Lufthansa testet Biosprit im Flugbetrieb

Die Lufthansa testet Biokraftstoffe im regulären Flugbetrieb auf der Strecke zwischen Frankfurt und Hamburg. Vier Mal täglich fliegt ein Airbus A321 mit der neuen Bio-Mischung.
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Frankfurt/MainDie Lufthansa setzt erstmals Biokraftstoffe im regulären Flugbetrieb ein. Zwischen Frankfurt und Hamburg fliegt seit Freitag vier Mal täglich ein Airbus A321, bei dem ein Triebwerk mit einer Mischung aus herkömmlichem und Bio-Kerosin betrieben wird, wie die Lufthansa in Frankfurt am Main mitteilte. Die Testphase soll sechs Monate dauern. In dieser Zeit soll die Maschine insgesamt 1500 Tonnen weniger Kohlendioxid ausstoßen als im Flugbetrieb mit herkömmlichem Treibstoff. Lufthansa will zudem testen, wie sich der Biotreibstoff auf Wartung und Lebensdauer von Triebwerken auswirkt.

Den Biotreibstoff stellt eine finnische Firma auf Basis reiner Biomasse her, wie Lufthansa mitteilte. Dabei werde auf ein nachhaltiges Liefer- und Herstellverfahren geachtet. Die Produktion des Biokraftstoffs dürfe nicht in Konkurrenz zur Herstellung von Nahrungsmitteln stehen, und für die Gewinnung dürfe kein Regenwald gerodet werden.

Dafür ist der Biosprit nach Angaben der Fluggesellschaft drei- bis fünfmal teurer als herkömmliches Kerosin. Lufthansa beziffert die Gesamtkosten des Versuchs auf 6,6 Millionen Euro. Das Projekt wird von der Bundesregierung mit 2,5 Millionen Euro unterstützt. Der Durchschnittsverbrauch pro Passagier auf 100 Kilometern beträgt laut Lufthansa 4,2 Liter Kerosin.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisierte, der Einsatz von Biosprit mache Fliegen nicht automatisch umweltfreundlich. Dies sei eine „ökologische Mogelpackung“, erklärte BUND-Verkehrsexperte Werner Reh. „Ob mit oder ohne Biosprit - Kurzstreckenflüge sind immer klimaschädlich und vermeidbar.“ Während eine Bahnfahrt von Frankfurt am Main nach Hamburg einen CO2-Ausstoß von nur 17 Kilogramm verursache, seien dies bei einem Flug 78 Kilogramm. Klimaschutz im Flugverkehr gehe daher nicht ohne eine Verlagerung von Kurzstreckenflügen auf die Bahn.

 

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Solange die Bahn redoch immernoch fossilen oder nuklearen Strom bezieht, ist vielleicht sogar die Lösung der Lufthansa besser, als der BUND sie darstellt, und besser als die Fahrt mit dem Zug, denn wenn dieses Ökokerosin tatsächlich nachhaltig hergestellt wurde, dann müsste es dementsprechend auch CO2-neutral verbrennen. Dies soll trotzdem kein Plädoyer zum Fliegen sein, denn ich denke, sass die Menge an Biomasse, die nötig wäre um weltweit jedes Flugzeug ökologisch zu betreiben, wird nie nachhaltig aufbringbar sein.

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