Bis 2007 könnte das Unternehmen vollständig privatisiert sein
Post: Zumwinkel sieht Rückzug des Bundes

Der Bund wird seine Mehrheitsbeteiligung an der Deutschen Post nach Aussage von Unternehmenschef Klaus Zumwinkel möglicherweise bis 2007 abgeben.

Reuters DÜSSELDORF. „Ich kann mir gut vorstellen, dass der Bund seinen Anteil bis 2007 auf null herunter fährt“, sagte Zumwinkel in einem am Mittwoch vorab veröffentlichten Interview mit dem Wirtschaftsmagazin Capital.

Aktuell hält der Bund nach Angaben eines Post-Sprechers gut 50 Prozent an dem im Börsensegment Dax gelisteten Bonner Konzern. Die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) besitzt 18 Prozent der Post-Anteile. Ein konkretes Zieldatum für den Rückzug des Bundes gibt es nach Angaben des Post-Sprechers nicht. Aktuell stehe auch keine weitere Tranche zur Platzierung an der Börse an. „Davon ist nichts bekannt. Es laufen dafür keine Vorbereitungen“, sagte der Sprecher.

Angesichts der Finanznot der öffentlichen Haushalte hatte Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) im Juli erklärt, er wolle einen Teil der vorgezogenen dritten Stufe der Steuerreform mit Privatisierungserlösen finanzieren. Seither wurde spekuliert, Eichel werde möglicherweise einen Teil der Staatsbeteiligungen an Post und Deutsche Telekom an die KfW übertragen und die Verkaufserlöse im Haushalt verbuchen. Die Post-Aktie zählte am Mittwochmittag mit einem Plus von 2,44 Prozent auf 14,69 Euro zu den stärksten Gewinnern im Dax.

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