Bis Oktober soll Investor gefunden werden
Berliner Verkehrsbetriebe suchen Käufer für 5 100 Wohnungen

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) werden noch in diesem Monat Prospekte an ausgewählte Investoren verschicken, um 5 100 firmeneigene Wohnungen zu privatisieren. Bereits Ende Oktober soll der Kauf dann besiegelt sein, bestätigte die BVG auf Anfrage des „Tagesspiegels“.

ball/vis TSP BERLIN. Vor allem Privatinvestoren steigen in den deutschen Wohnungsmarkt ein. Analysten rechnen damit, dass bis 2010 weitere 850 000 Objekte in Deutschland den Eigentümer wechseln. Am Dienstag hatte der Energiekonzern Eon angekündigt, seine Immobilientochter Viterra für sieben Milliarden Euro an die Deutsche Annington, die dem britischen Finanzinvestor Terra Firma gehört, zu verkaufen. Im Paket sind rund 150 000 Wohnungen, 9 585 davon in Berlin.

Die landeseigene BVG hat die Zustimmung ihres Kontrollgremiums zum Wohnungsverkauf bereits erhalten. Als Interessenten haben sich laut BVG-Sprecherin Petra Reetz „die üblichen Verdächtigen und einige neue Namen gemeldet“. Die Wohnhäuser werden von der Gemeinnützigen Heimstättenbaugesellschaft geführt. Die Vermietung bringt der BVG Einnahmen von rund drei Millionen Euro jährlich.

Die BVG kann mit einem guten Ertrag rechnen, denn die Preise für Wohnungsbestände sind nach Auffassung von Analysten im vergangenen Jahr gestiegen. Dies hat auch der Verkauf der Viterra gezeigt. Nach Angaben von Tobias Just, Analyst bei der Deutschen Bank Research, wurden die früheren Schätzungen des Wertes in Höhe von 6,1 Milliarden Euro mit einem Preis von sieben Milliarden Euro deutlich übertroffen. Ein Zeichen für eine Überhitzung des Marktes sieht Just darin nicht. Im Schnitt ergebe sich damit ein Preis von 46 000 Euro pro Wohnung: „Zu diesem Preis wird man als Kleinanleger lange nach einer Wohnung suchen müssen.“

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