Bis zum Gerichtsentscheid

Uber kann weitermachen

Per Unterlassungsverfügung wollte die Hamburger Verkehrsbehörde den Fahrdienst Uber ausbremsen – doch das Unternehmen wehrte sich. Per Eilantrag wurde die Entscheidung außer Kraft gesetzt.
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Die App „Uber“ in Aktion: Das klassische Taxigewerbe in Europa läuft seit langem Sturm gegen die rasant wachsende Internet-Konkurrenz. Quelle: Reuters

Die App „Uber“ in Aktion: Das klassische Taxigewerbe in Europa läuft seit langem Sturm gegen die rasant wachsende Internet-Konkurrenz.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfDer Fahrdienst Uber kann vorerst weitermachen - trotz einer Unterlassungsverfügung der Hamburger Verkehrsbehörde. Gegen diese ging das Unternehmen vor, ein entsprechender Eilantrag sei am Freitag beim Hamburger Oberverwaltungsgericht eingegangen, sagte ein Sprecher. Bis zu einer Entscheidung könne es wegen der umfangreichen Akten Wochen dauern. Es sei mit den Behörden mündlich verabredet, bis zu einer Entscheidung des Gerichts die Unterlassungsverfügung nicht zu vollziehen. Der Fahrdienst wird also geduldet, ihm droht aber weiterhin das Aus.

Anders als traditionelle Taxiunternehmen betreibt Uber keinen Fuhrpark, sondern vermittelt Fahrten per Smartphone, die Uber-Fahrer arbeiten auf eigene Rechnung. Dazu sei aber eine Genehmigung zur Personenbeförderung nötig, die die Uber-Fahrer meist nicht besäßen, hatte eine Sprecherin der Stadt Hamburg gesagt.

Plakate, Blockaden und ein Stein gegen Taxi-Apps
huGO-BildID: 37463624 Demonstrators surround a car, suspected to be a private taxi during a 24 hour taxi strike and protest in Madrid, Spain, Wednesd
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Unterwegs im Auftrag von Uber? In Madrid umrunden die demonstrierenden Taxifahrer, die gegen die neuartige Konkurrenz protestieren, diese Limousine. Die Polizei eilt heran, um Auto und Fahrer zu schützen.

Berliner Taxifahrer demonstrieren
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Der Stein des Anstoßes: Die Handy-App Uber vermittelt zwischen eigenständigen Fahrern und Fahrgästen. Die Taxifahrer befürchten, dass diese neue, weitgehend unregulierte Konkurrenz ihr Geschäftsmodell zerstört.

huGO-BildID: 37463867 A demonstrator carries a mock coffin with a message reading 'They want to kill us - Uber' during a 24 hour taxi strik
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Drastische Worte: „Sie wollen uns umbringen“, meint dieser spanische Taxifahrer, niedergeschrieben auf einem Sargimitat. In Madrid streikten fast alle Taxifahrer den ganzen Tag. Einige griffen auch zu drastischen Mitteln...

huGO-BildID: 37463632 Police officers look at a a car that was damaged by demonstrators after it was suspected to be a private taxi during a 24 hour
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Während der Demonstration in Madrid ist dieses Auto beschädigt worden – offenbar hielten es einige Krawallmacher für eine privat vermietete Limousine.

FRANCE-TRANSPORT-LABOUR-TAXI-VTC
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Nichts geht mehr: Außerhalb von Paris blockierten zahlreiche Taxifahrer die Autobahn.

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Exodus zu Fuß: Auch in anderen Städten demonstrierten die Taxifahrer. Weil sie in der südfranzösischen Stadt Marignane den Zugang zum Flughafen blockierten, liefen diese Passagiere das letzte Stück.

Naples taxi drivers strike
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Proteste auch in Italien: Diese Taxifahrer blockierten in Neapel eine Straße, um auf sich aufmerksam zu machen. In einigen italienischen Städten gab es Behinderungen.

Das Unternehmen argumentiert, dass die Fahrer keinen Personenbeförderungsschein benötigten, da sie keine professionellen Fahrer seien sondern lediglich Privatpersonen, die über die Uber-Plattform ihre Fahrdienste anbieten. Uber fordere Hamburg auf, seine Vorschriften an die Smartphone-Ära anzupassen.

Das klassische Taxigewerbe in Europa läuft seit langem Sturm gegen die rasant wachsende Internet-Konkurrenz. Uber zählt zu den am heißesten begehrten Firmen im Silicon Valley. Finanzprofis bewerten die Firma mittlerweile mit 18 Milliarden Dollar, zu den Geldgebern gehören bekannte Unternehmen wie Google oder Goldman Sachs.

  • rtr
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