Bisherige Tests erfolgreich verlaufen
Toll Collect zieht letzten Härtetest für Maut-System vor

Rund drei Monate vor dem geplanten Start der Lkw-Autobahn-Maut hat jetzt die Generalprobe begonnen. Das Betreiberkonsortium Toll Collect startete die letzte Testphase für das ab Januar geplante System damit deutlich früher als geplant. „Die Gefahr ist sehr, sehr gering, dass jetzt noch etwas dazwischenkommt“, sagte Toll-Collect-Geschäftsführer Christoph Bellmer vor der IAA Nutzfahrzeuge am Dienstag in Hannover. Der Einbau der Bordcomputer für die Mauterfassung geht derweil allerdings nur schleppend voran.

HB BERLIN/HANNOVER. Ursprünglich sollte der letzte, für die Betriebserlaubnis entscheidende Test des kompletten Systems erst am 1. Oktober beginnen. Man sei aber früher fertig geworden. Die letzten Prüfungen hätten am Sonntag abgeschlossen werden können, und nun laufe die Generalprobe, die beweisen müsse, dass das System unter betriebsnahen Bedingungen in vollem Umfang funktioniert. Bellmer sagte: „Für uns bei Toll Collect hat das Leben mit der Maut begonnen.“

Die bisherigen Tests seien erfolgreich verlaufen, hatten zuvor auch Toll-Collect-Gesellschafter Daimler-Chrysler und das Bundesverkehrsministerium mitgeteilt. Das sei vom unabhängigen Gutachter und dem für das Projektcontrolling des Bundes zuständigen Bundesamt für Güterverkehr (BAG) bestätigt worden, betonte das Verkehrsressort.

Angesichts des immer noch schleppenden Einbaus der Maut-Geräte (On Board Units/OBUs) in die Lkw forderte das Ministerium erneut die Transportunternehmen auf, sich nachdrücklich um die Installationen in ihren Fahrzeugen zu kümmern. „Durch einen frühzeitigen Einbau können die Unternehmen sicherstellen, dass sie zum Systemstart am 1. Januar 2005 das komfortable automatische System nutzen können.“

Besorgt über den zögerlichen Einbau der OBUs äußerte sich auch Bellmer. Bisher seien rund 80 000 Geräte eingebaut und 160 000 ausgeliefert worden. Es gebe etwa 6000 Bestellungen pro Woche, 30 000 Bestellungen könne man verkraften. Mit den Service-Partnern sei vereinbart, dass sie 100 000 OBUs im Monat einbauen könnten. Schätzungen waren davon ausgegangen, dass rund 500 000 Geräte benötigt würden. Diese Zahl sei bis zum Jahresende wohl nicht mehr erreichbar, räumte Bellmer ein. Gefährden könne dies den Start der Maut aber nicht. Lkw können sich ab 1. Januar aber auch über das Internet oder über Automaten an Autobahn-Raststätten einbuchen. Experten befürchten zum Start des Systems lange Staus vor den Mautstellen.

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