Bislang nur 17 Prozent
Bahn will mehr Frauen in Führungspositionen

Magere 17 Prozent machen die Frauen an der Gesamtbelegschaft der Deutschen Bahn aus. Bis 2015 soll ihr Anteil auf 25 Prozent steigen - zumindest in Führungspositionen. Angesichts der Zahlen ein ambitioniertes Vorhaben.
  • 5

BerlinDie Deutsche Bahn (DB) will mehr Frauen in Top-Positionen bringen. Bis 2015 solle jede fünfte Führungskraft weiblich sein, teilte der Konzern mit.

Derzeit seien es 16 Prozent. In der gesamten Belegschaft soll der Frauenanteil auf 25 Prozent steigen. Aktuell sind rund 20 Prozent der 192.000 Mitarbeiter der DB Deutschland Frauen. „Wir wollen mehr Vielfalt bei der DB. Das ist entscheidend für eine gute Zusammenarbeit und für die Entwicklung einer Unternehmenskultur, in der sich alle wertgeschätzt fühlen“, hieß es in der Erklärung von Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber.

Das Unternehmen hat dazu ein umfassendes Programm aufgesetzt. Dazu gehört unter anderem die Absicht, kurzfristig Frauen als Aufsichtsratsmitglieder zu benennen. Zudem müsse künftig für jede Führungsposition mindestens eine Frau vorgeschlagen werden. Ein Mentoring-Programm soll Frauen und Männer bei der Rückkehr aus der Elternzeit in den Beruf unterstützen.

Darüber hinaus will das Unternehmen an Schulen und Hochschulen verstärkt weiblichen Nachwuchs für die traditionell männerdominierte Mobilitätsbranche anwerben.

Um eine Frauenquote in den Chefetagen der Top-Unternehmen geht es auch bei einem Spitzentreffen von Vertretern der Bundesregierung mit den Personalvorständen der 30 Dax-Konzerne an diesem Montag in Berlin. In einem gemeinsamen Zielkatalog wird eine deutliche Erhöhung des Frauenanteils auf mittlerer und höherer Führungsebene angekündigt - je nach Unternehmen bis 2020 auf bis zu 30 Prozent. Die Worte „Vorstand“ oder „Aufsichtsrat“ kommen aber nicht vor. Dies sorgte bereits für breite Kritik.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Bislang nur 17 Prozent: Bahn will mehr Frauen in Führungspositionen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Wenn ich mir die Zahlen ansehe, sind Frauen bei der Bahn (im Verhältnis zur Belegschaft) also gar nicht in Führungspositionen unterrepräsentiert. Wieso also diese ganzen Maßnahmen? Nur zur Männerdiskriminierung? Scheint zumindest so.

  • Ich denke, die Bahn hat aktuell andere Probleme zu lösen, wie ich selbst "leidvoll" am Freitag erfahren durfte.

  • recht so! vor allem bei Lokführern ist eine regelrechte Diskriminierung zu beobachten, ist doch dort der Frauenanteil sehr gering. Und dass es einen Hauptbahnhof Mannheim gibt, zeugt auch von Genderdefizit. Frau Schröder: Bitte weiter aktiv bleiben, Sie sind das Glanzlicht der Regierung Merkel.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%