Blackstone schnappt sich EOP: Private-Equity-Deal bricht alle Rekorde

Blackstone schnappt sich EOP
Private-Equity-Deal bricht alle Rekorde

Der bislang größte Übernahmekampf um eine börsennotierte Immobiliengesellschaft (REIT) ist entschieden. Die Beteiligungsgesellschaft Blackstone hat das milliardenschwere Wettbieten um den US-Bürovermieter Equity Office Properties (EOP) gewonnen. Es ist das das teuerste Immobiliengeschäft aller Zeiten.

HB/tor NEW YORK. Konkurrent Vornado Realty Trust zog am Mittwoch sein Angebot von mehr als 23 Mrd. Dollar für den Bürovermieter zurück. Die Equity-Office-Aktionäre segneten die Offerte von Blackstone anschließend ab.EOP zufolge stimmten 71,3 Prozent der Aktionäre für das Blackstone-Angebot.

Einschließlich der Schulden muss Blackstone nun 39 Milliarden Dollar zahlen. Das Angebot der Beteiligungsgesellschaft lag mit 55,50 Dollar pro Aktie zwar unter den von Vornado in Aussicht gestellten 56 Dollar. Dessen Offerte sollte jedoch nur zum Teil in bar gezahlt werden. Deshalb und um eine schnelle Abwicklung zu gewährleisten, bevorzugte EOP das Blackstone-Bar-Angebot.

Mit dem Mega-Coup hängt Schwarzman Blackstone die Finanzinvestoren-Legende Henry Kravis ab, dessen Übernahmen des Keks- und Tabakkonzerns RJR Nabisco und der Krankenhauskette HCA Buyout-Geschichte schrieben. Die Rekordsumme ist ein weiterer Beleg dafür, dass private Firmenjäger offenbar keine Mühe haben, auch Übernahmen für zweistellige Milliardenbeträge zu schultern. David Rubenstein, Chef der Private-Equity-Gesellschaft Carlyle, rechnet damit, dass innerhalb der nächsten zwei Jahre die Marke von 100 Mrd. Dollar erreicht wird.

Die von Stephen Schwarzman geführte Blackstone-Gruppe ist einer der größten Immobilieninvestoren weltweit und auch in Deutschland aktiv. Unter anderem hat sie sich an der Deutschen Telekom beteiligt. EOP ist vor allem deshalb so begehrt, weil viele ihrer mehr als 500 Bürogebäude in Wirtschaftszentren wie New York und Los Angeles liegen.

Die Übernahme soll voraussichtlich bereits am Freitag abgeschlossen werden, teilte der REIT mit. Ein Kauf durch Vornado hätte sich dagegen bis zu sechs Monate hinziehen können. Dabei wäre das größte Büroimmobilienunternehmen der USA entstanden.

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