"Blutbad hat bereits begonnen"
Ryanair erwartet auch 2005 sinkende Ticketpreise

Europas führende Billigfluglinie Ryanair rechnet auch 2005 mit nochmals sinkenden Ticketpreisen. „Der Preiskrieg geht weiter“, sagte Vorstands-Vize Michael Cawley am Mittwoch vor Branchenvertretern in Köln.

HB KÖLN. Ryanair werde auf den verschärften Wettbewerb reagieren und mittels niedriger Preise dafür sorgen, eine Auslastung der Flugzeuge von 83 Prozent zu sichern, sagte Cawley auf dem Touristikkongress der Fachzeitschrift „FVW International“. Im ersten Halbjahr des Ryanair-Geschäftsjahres 2004/2005 (zum 31. März) seien die Ticketpreise bereits um zehn bis 20 Prozent gefallen. Die Erlöse pro Passagier hätten sich entsprechend verschlechtert. Ryanair will am 2. November die Bilanz für das erste Halbjahr vorlegen.

„Wir haben gesagt, es wird ein Blutbad geben. Und das Blutbad hat bereits begonnen“, sagte Cawley und verwies auf das vorläufige Aus der niederländischen Billigfluglinie V Bird Ende voriger Woche, die ihren Flugbetrieb auf dem Flughafen Weeze im nordrhein-westfälischen Landkreis Kleve eingestellt.

Cawley bekräftigte die Wachstumsprognosen. Im laufenden Jahr werde Ryanair wie erwartet die Zahl seiner Passagiere um 20 Prozent und damit stärker als die Kapazität (plus 16 Prozent) auf 27,5 Millionen steigern. „Wir werden in den nächsten Jahren kontinuierlich weiter wachsen und die Deutsche Lufthansa bis 2010 überholen“, sagte Cawley.

Ryanair sei die mit Abstand billigste Fluglinie mit einem Durchschnittsticketpreis von derzeit 39 Euro, sagte Cawley. Der nächstgünstigste Anbieter sei der britische Konkurrent Easyjet mit 62 Euro vor der deutschen Air Berlin (93 Euro). Ryanair fliegt im Gegensatz zu anderen Anbietern ausschließlich von kleineren Flughäfen, die, teilweise von öffentlicher Seite subventioniert, nur geringe Gebühren verlangen.

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