BMW-Engagement im Golfsport
Millionen für einen sauberen Miniball

Der Golf-Sport boomt. Allen voran das geringe Dopingrisiko und eine zielgruppengerechte Ansprache locken verstärkt Firmen ins Golf-Sponsoring; die Folgen sind immer höhere Preisgelder. In den USA ist Golf populär, er ist ein Teil der Geschäftswelt – das hat auch der deutsche Automobilhersteller BMW erkannt und kräftig investiert.

BERLIN. Es geht um den höchsten Siegerscheck, der je im Sport überreicht wurde. Seit dem vergangenen Donnerstag spielten die 30 besten Spieler der amerikanischen Golfserie PGA Tour um nicht weniger als 42 Mill. Dollar. Wer die Gelder am Ende einsacken durfte, war bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht klar. Zuletzt hatte Tiger Woods vorne gelegen.

Klar ist dagegen der immer üppiger fließende Geldregen für den Golfsport. Sieben Mill. Dollar beträgt alleine das reguläre Preisgeld für die „Tour Championship presented by Coca-Cola“. Zusätzlich liegen 35 Mill. Dollar für die Besten der „Fedex Cup“ genannten Jahreswertung bereit. Allein der Gewinner der in den letzten Wochen in vier Playoff-Turnieren kulminierten Serie erhält zehn Mill. Dollar.

Coca-Cola und FedEx sind zwei der vielen Großunternehmen, die neben dem US-Fernsehen, das rund 300 Mill. Dollar im Jahr für die TV-Rechte zahlt, die horrenden Preisgelder ermöglichen. Sie sind gleichwohl eher untypische Sponsoren: Das Spiel mit dem kleinen, weißen Ball ist als Werbeplattform vor allem bei Finanzdienstleistern und Autobauern populär. Vor zwei Wochen gab die Deutsche Bank in Boston dem zweiten Playoff-Turnier ihren Namen, vorige Woche sponserte BMW das dritte in Chicago. Parallel zum großen Zahltag in den USA fand auf der Europa-Tour in Köln erstmals die Mercedes-Benz Championship statt.

Warum sich insbesondere global agierende Firmen immer häufiger für Golf als Marketingmittel entscheiden, ist schnell erklärt. Der Sport verfügt über ein sauberes Image, wird weltweit ausgeübt und erzielt dabei überall konstante Wachstumsraten. Darüber hinaus begeistert sich eine insbesondere für Premium-Marken äußerst lukrative Zielgruppe für das Spiel. Wie eine Studie der Medienanalysten IFM zeigt, greifen in Deutschland gut verdienende Akademiker mit mehr als doppelt so hoher Wahrscheinlichkeit zu Holz und Eisen wie der Durchschnittsbürger.

Bekennt sich hier zu Lande gut eine halbe Millionen Menschen zum Golf, sind es in den USA sogar fast 30 Millionen – was einem Sponsor wie BMW paradiesische Möglichkeiten eröffnet: „Wir haben herausgefunden, dass sich 60 Prozent unserer Zielgruppe in den USA für Golf interessiert", sagt BMW-Marketingchef Jan-Christiaan Koenders.

Seite 1:

Millionen für einen sauberen Miniball

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%