Börsenaufsicht alarmiert
US-Optionsskandal weitet sich aus

Die Manipulation von Aktienoptionen war in den USA offenbar weiter verbreitet als bislang gedacht. Nun hat auch die weltgrößte Baumarktkette Home Depot eingeräumt, dass die Daten auf Optionsscheinen in fünf Fällen nachträglich verändert wurden.

HB NEW YORK. Etwa 40 Unternehmen werden derzeit von den Aufsichtsbehörden untersucht, weil sie ihren Managern angeblich durch die Rückdatierung von Aktienoptionen finanzielle Vorteile verschafft haben. Davon betroffen sind vor allem Technologiefirmen.

Optionen sind das Recht, eine Aktie zu einem bestimmten Preis zu erwerben. Den Firmen wird vorgeworfen, die Wertpapiere nachträglich auf Daten ausgestellt zu haben, an denen die Aktienkurse besonders niedrig waren. Folglich konnten die Empfänger alle Kurssteigerungen, die bereits stattgefunden hatten, direkt in die Tasche stecken. Das Verfahren gleicht einer Wette beim Pferderennen, nachdem die Reiter bereits auf die Ziellinie eingebogen sind.

Illegal ist diese Art der Vergütung dann, wenn sie den Aktionären nicht publik gemacht wird. Das US-Justizministerium spricht von einem, ernsthaften Vergehen. Die Börsenaufsicht SEC hat angekündigt, sie werde Aktienoptionen genauer unter die Lupe nehmen. Der angebliche Missbrauch bezieht sich allerdings auf Fälle vor 2002. Durch das im gleichen Jahr verabschiedete Sarbanes-Oxley-Gesetz wurden die Veröffentlichungspflichten deutlich verschärft.

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