Börsenbetreiber
SIX muss sparen und Stellen streichen

Wegen des schwierigen Marktumfelds muss der Börsenbetreiber SIX Stellen streichen. Die Kosten sollen um 30 Millionen Franken gesenkt und im Zuge dessen rund 150 Stellen abgebaut werden, so der Schweizer Börsenbetreiber.
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ZürichDer Schweizer Börsenbetreiber SIX legt wegen des schwierigen Marktumfelds ein Sparprogramm auf und streicht Stellen. Die Kosten sollen um 30 Millionen Franken gesenkt und im Zuge dessen rund 150 Stellen abgebaut werden, wie die SIX am Dienstag mitteilte. Damit fallen rund vier Prozent der konzernweit 3900 Arbeitsplätze weg, vor allem in den Bereichen Payment Services und Financial Information.

Zwar habe sich das Wertschriftengeschäft sehr gut entwickelt und das internationale Geschäft zugelegt, hieß es. Der starke Franken habe jedoch deutliche Spuren im Ergebnis hinterlassen. Das Kartengeschäft litt unter rückläufigen Detailhandelsumsätzen, dem Ausbleiben ausländischer Touristen und sinkenden Margen. Im Geschäft mit Finanzinformationen schmälern die Wechselkurse und der Spardruck der Kunden die Erträge.

Trotzdem steigerte die SIX im Vorjahr den Gewinn mit Hilfe von Sonderfaktoren um 25,3 Prozent auf 216 Millionen Franken (179 Millionen Euro). Dank geänderter Pensionskassenregeln konnten Rückstellungen aufgelöst werden und anders als 2010 blieben Wertberichtigungen aus.

SIX hatte bereits im November 41 Mitarbeitern im Bereich Zahlungsverkehr gekündigt. Im Sommer hatten die Schweizer ihre Eurex-Beteiligung an die Deutsche Börse verkauft und sich damit endgültig von Ambitionen verabschiedet, im Termin- und Aktienhandel europaweit eine führende Rolle zu spielen. Das Unternehmen will aber unabhängig bleiben - Avancen der Deutschen Börse hatte SIX-Verwaltungsratschef Peter Gomez eine Absage erteilt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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