Börsengang oder Verkauf?
Arcandor treibt Trennung von neckermann.de voran

Der erst kürzlich in Arcandor unbenannte Karstadt-Quelle-Konzern treibt die Trennung von seiner Versandtocher neckermann.de voran.

dpa-afx FRANKFURT. In einem so genannten "Dual-Track-Verfahren" werde derzeit parallel ein Verkauf von neckermann.de an Investoren sowie ein Börsengang vorbereitet, sagte ein Sprecher am Freitag. Der Börsengang sei aber die favorisierte Lösung. Der Konzern verspreche sich davon einen "beachtlichen" Betrag. Als Termin für den Gang aufs Parkett gilt nach wie vor das erste Quartal 2008.

neckermann.de entwickelt sich dem Arcandor-Sprecher zufolge erfreulich. Das erste Halbjahr sei gut verlaufen. Arcandor wird Ende August seine Geschäftszahlen für die erste Jahreshälfte vorlegen. neckermann.de wird als discontinued operations erfasst. Die "Financial Times Deutschland" hatte berichtet, neckermann.de habe 2006 vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen einen Verlust von 40 bis 50 Mill. Euro hinnehmen müssen. Dabei seien die Restrukturierungskosten noch nicht einbezogen. Dies Zahlen bezeichnete der Sprecher als falsch.

Die Zeitung hatte zudem berichtet, dass Banker und Brancheninsider damit rechnen, dass Arcandor etwas bezahlen müsse, um neckermann.de an einen Investor loszuwerden. Dies sei nicht der Fall, sagte der Sprecher. Das Blatt hatte als Beispiel den Fall Daimler-Chrysler genannt. Der Autokonzern hatte als Verkaufspreis für seine Chrysler-Sparte 5,5 Mrd. Euro genannt, obwohl die Stuttgarter durch die Trennung effektiv mit über einer Milliarde Euro belastet werden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%