Bogner bestätigt Gespräche
Karstadt-Quelle auf Partnersuche

Während der Konzern für das Lebensmittelgeschäft in den Warenhäusern mit zwei möglichen Partnern verhandelt, scheint eine Kooperation mit dem Modehersteller Bogner bereits weiter fortgeschritten zu sein.

HB DÜSSELDORF/FÜRTH/MÜNCHEN. In insgesamt 72 Filialen will der Karstadt-Quelle-Konzern demnächst unter dem Namen Karstadt ein Lebensmittelgeschäft führen. Im Vordergrund stehe dabei die Gründung einer gemeinsamen Gesellschaft, wie ein Karstadt-Sprecher am Donnerstag betonte. Auch mit dem Modehersteller Bogner laufen derzeit Gespräche: Das Münchner Unternehmen will künftig Sportbekleidung im Versandhandel vermarkten.

Einer der Interessenten für die Kooperation im Lebensmittelbereich ist der Edeka-Konzern, der seit 1999 bereits Großhandelspartner der Lebensmittelhändler ist. Ein entsprechender Vertrag läuft Ende des Jahres aus. Karstadt spreche mit Edeka über eine Vertragsverlängerung und eine Beteiligung am Lebensmittelgeschäft des Konzerns. Den Namen des zweiten Interessenten wollte der Sprecher nicht nennen.

Rund 4 000 Mitarbeiter beschäftigt Karstadt derzeit im Lebensmittelbereich. In Branchenkreisen wurde erwartet, dass Karstadt und der neue Partner sich mit jeweils 50 % an dem Gemeinschaftsunternehmen beteiligen könnten. Die Gewerkschaft Verdi teilte mit, in Hamburg hätten am Donnerstag 14 Karstadt-Filialen später geöffnet, da die Beschäftigten bei Betriebsversammlungen über die Pläne der Unternehmensleitung informiert werden sollten. Verdi forderte, es müsse für alle Beschäftigten eine sichere Perspektive bei Karstadt geben.

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