Bonita-Mode zieht nicht
Tom Tailor leidet unter schwächelnder Tochter

Die Übernahme hat sich bisher nicht ausgezahlt: Tom Tailor muss die Verluste der akquirierten Modekette Bonita mit eigenen Einnahmen ausgleichen. Doch zumindest hat der Modekonzern in punkto Rabattschlachten gelernt.
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DüsseldorfAuch zwei Jahre nach der Übernahme macht die Modekette Bonita dem Mutterkonzern Tom Tailor zu schaffen. Zwar stiegen die Erlöse im zweiten Quartal durch Neueröffnungen leicht um 0,8 Prozent auf 150 Millionen Euro, wie das im SDax notierte Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Auf vergleichbarer Fläche musste der Modekonzern allerdings wegen Umsatzeinbußen bei Bonita ein leichtes Minus einstecken, wie ein Sprecher erklärte.

Während Bonita in seinen rund 1000 Läden flächenbereinigt Rückgänge von 9,1 Prozent verzeichnete, verbuchte Tom Tailor ein Plus von 1,3 Prozent. Konzernchef Dieter Holzer betonte allerdings, dass sich die Profitabilität bei der Tochter verbessert habe, da auf Rabattaktionen wie im vergangenen Jahr verzichtet worden sei. Ziel sei es nun, die Produktpalette von Bonita zu verbessern und „mittelfristig wieder ein flächenbereinigtes Wachstum zu sichern“.

Der vollständige Zwischenbericht soll am 6. August veröffentlicht werden. Im Gesamtjahr streben die Hamburger einen Umsatz von mehr als 950 (Vorjahr: 907,2) Millionen Euro und eine bereinigte Marge für das operative Ergebnis (Ebitda) von zehn (Vorjahr: 8,5) Prozent an. 2013 hatten Rabattschlachten Tom Tailor auch ohne die Belastungen bei Bonita einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Das Ebitda stieg zwar um 16 Prozent auf rund 77 Millionen Euro, netto fiel wegen der Kosten für Bonita allerdings ein Verlust von 16,2 Millionen Euro an, eine Verschlechterung nach einem Gewinn von 3,1 Millionen im Jahr zuvor.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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