Bonitätsnoten
Warnschuss für die Rating-Riesen

Nach Ansicht der europäischen Finanzaufseher treffen die großen Agenturen ihre Rating-Urteile oft womöglich vorschnell. Unter anderem deren IT-Systeme hätten Mängel. In Zukunft könnte das erstmals Konsequenzen haben.
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FrankfurtDie Mängelliste, die die europäische Wertpapieraufsicht Esma für die drei großen Ratingagenturen Standard & Poor’s (S&P), Moody’s und Fitch aufstellt, ist beachtlich: zu wenig Transparenz, zu wenig Zeit zur Vorbereitung der Ratingentscheidungen, zu häufig wechselnde Analysten und Probleme bei den IT-Systemen.

Kurzfristig hat das aber keine Folgen für die Agenturen. „Wir haben noch keine Entscheidung darüber gefällt, ob die Mängel, die wir vorgefunden haben, schon einen Verstoß gegen die Regulierungsvorgaben darstellen“, sagte Esma-Chef Steven Maijoor im Gespräch mit dem Handelsblatt. Allerdings: „Wenn wir dauerhafte Mängel feststellen sollten, werden wir auch dagegen vorgehen.“

Seit Juli 2011 ist die Esma für die Aufsicht der Ratingagenturen in Europa zuständig. Sie kann ihnen Vorschriften machen und ihnen im Ernstfall sogar die Lizenz entziehen. Die Agenturen haben nun bis zur Jahresmitte Zeit zu reagieren und haben das in einigen Punkten laut Maijoor auch schon getan.

Die Ratingagenturen bewerten die Bonität von Staaten und Unternehmen. Sie gerieten im vergangenen Jahr verstärkt ins Visier der Politik, weil sie die Ratings vieler Euro-Länder massiv herabstuften. Die Esma prüfte nun in ihrem ersten Bericht, ob die Agenturen so transparent, konsistent und unabhängig handeln, wie die europäischen Gesetze es ihnen vorschreiben.

In ihrem ersten Bericht nahm sich die Esma nur S&P, Moody’s und Fitch vor, von denen 95 Prozent der Ratings in Europa stammen. Maijoor zeigte dabei Verständnis für die Agenturen: „Angesichts der vielen neuen Anforderungen für Ratingagenturen überrascht es nicht, dass wir Mängel gefunden haben“. Es sei aber „extrem wichtig, dass alle Problempunkte behoben werden“.

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Hohe Fluktuation bei den Analysten

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  • Ratings sollten für die Situationen, in denen sie zu Kursänderungeen führen würden, untersagt werden !

  • Wie alle Wirtschaftsteilnehmer, sollten auch die Ratingagenturen für Ihre Leistung haften. Geben Sie eine AAA-Bewertung und die ist falsch, sollten sie alle Anleger, die aufgrund der Bewertung gekauft haben, voll entschädigen müssen, weltweit. Dann hört auch der Bewertungsbetrug schlagartig auf.

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