Boom auf der Schiene
Deutsche Bahn kann auf Umsatzrekord hoffen

Die internationale Spedition Schenker und der Fernverkehr mit IC und ICE sind Umsatz- und Gewinntreiber der Deutschen Bahn. Im dritten Quartal setzt der Konzern mehr als zehn Milliarden Euro um. Der Rekord ist greifbar.
  • 0

BerlinDank robuster Weltkonjunktur und weiter wachsender Passagierzahlen in IC und ICE ist die Deutsche Bahn im Sommer auf Rekordkurs geblieben. Der Konzern setzte zwischen Juli und September rund 10,5 Milliarden Euro um, wie Konzernunterlagen zeigen, die der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch vorlagen. Bis Ende September verzeichnete die Bahn so Erlöse von 31,5 Milliarden Euro. Damit kommt der Staatskonzern seinem für 2017 angepeilten Umsatzrekord von über 42,5 Milliarden Euro näher. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen lag im dritten Quartal bei 500 Millionen Euro. Im Gesamtjahr soll er über 2,2 Milliarden Euro betragen. Die Bahn wollte sich dazu nicht äußern.

Wichtigster Umsatz- und Gewinntreiber war die internationale Spedition Schenker (Lkw, Schiff, Flugzeug), die von der weltweiten Konjunktur profitierte. Auch der Fernverkehr mit ICE und IC boomt weiter und steuert auf neue Passagierrekorde zu. Dagegen hat sowohl der Regionalverkehr als auch der seit langem kriselnde Schienengüterverkehr weiter Probleme und transportierte weniger als im Vorjahr.

Nach Informationen aus Aufsichtsratskreisen soll der bisherige Vorstand in der Schienennetz-Sparte, Roland Bosch, künftig die Güterbahn führen. Vorgänger Jürgen Wilder hatte das Unternehmen verlassen, nachdem seine Beförderung zum Gesamtvorstand für Güterbahn und die Spedition Schenker am Widerstand im Aufsichtsrat gescheitert war. Diese Aufgabe als Logistik-Vorstand soll nun der Banker und langjährige Bahn-Berater Alexander Doll übernehmen. Doll ist Deutschland-Chef der Barclays-Bank.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Boom auf der Schiene: Deutsche Bahn kann auf Umsatzrekord hoffen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%