Boom der Billigflugtochter Germanwings
Eurowings im Aufwind

Die Lufthansa-Beteiligung Eurowings hat 2004 mit seiner Tochter Germanwings durch den Boom der Billigflieger an Höhe gewonnen. Der Jahresüberschuss stieg von 900 000 Euro 2003 auf 6,4 Millionen Euro, wie Eurowings-Chef Friedrich-Wilhelm Weitholz berichtete.

HB FRANKFURT. Die mit 49 Prozent zur Deutschen Lufthansa gehörende Eurowings-Gruppe hat 2004 ihr Ergebnis nach einem Gewinneinbruch im Jahr zuvor wieder deutlich gesteigert.

Dank des Erfolges der Billigflugtochter Germanwings habe Eurowings im vorigen Jahr mit einem Betriebsergebnis von knapp 20 Millionen Euro und einem Konzerngewinn von 6,4 Millionen Euro das bisher beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte erreicht, teilte die Gesellschaft am Dienstag mit. Für 2005 werde auf Grund des anhaltenden Wachstums bei Germanwings mit einer weiteren Steigerung bei Passagierzahlen, Umsatz und Ergebnis gerechnet. Das eigene Regionalfluggeschäft bei Eurowings, das wesentlich von Lufthansa gesteuert ist, werde dabei wegen des harten Wettbewerbs eher stagnieren, sagte Firmenchef Friedrich-Wilhelm Weitholz. 2003 war der Eurowings-Gewinn auf knapp eine Million Euro gesunken.

Die Billigtochter Germanwings, die Anfang Juni nach Köln/Bonn und Stuttgart in Berlin ihre dritte Start- und Landebasis eröffnet, hält weiterhin bereits zur Jahreswende eine vierte Basis für möglich. In Frage komme neben Hamburg und Nürnberg auch Düsseldorf, wenn dort zusätzliche Kapazitäten zugelassen würden, sagte Weitholz. Ein solcher Schritt müsse auf Grund der Nähe zu Köln/Bonn jedoch genau abgewogen werden. Germanwings machte 2004 erstmals einen kleinen Gewinn, der in diesem Jahr auf fünf bis zehn Millionen Euro steigen soll.

Lufthansa plant nach eigenen Angaben vorläufig keine Erhöhung ihres Anteils an Eurowings. Die Fluggesellschaft hat zwar eine Option mit dem Mehrheitseigner, dem Unternehmer Albrecht Knauf, vereinbart. „Wir sehen aber keine Notwendigkeit, an der derzeitigen Gesellschafterstruktur bei Eurowings etwas zu verändern“, sagte eine Lufthansa-Sprecherin. Lufthansa hatte 2001 zunächst 24,9 Prozent an der früher mit der niederländischen KLM kooperierenden Eurowings erworben und den Anteil im vorigen Jahr aufgestockt.

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