Boom-Länder im Visier
Große Messen suchen Wachstum im Ausland

Die Boom-Märkte Asiens locken Deutschlands Messegesellschaften am stärksten, doch bislang verfolgen nur wenige Betreiber ausgeprägte Strategien.

DÜSSELDORF. Moskau, an einem späten Nachmittag im Dezember. Wenn der Tag zur Neige geht und die Dämmerung sich über das hektische Treiben der Stadt legt, blickt man vom 34. Stock des Swiss-Hotels auf ein beeindruckendes Panorama: Der Kreml und die mächtigen Kirchen, die altrussische Baukunst - all das und noch vieles mehr prägt das Bild der Stadt. Die Metropole zieht seit jeher Reisende in ihren Bann - in jüngerer Zeit auch immer mehr Messebesucher.

Im Foyer des Hotels lehnt sich Werner M. Dornscheidt zufrieden zurück. Die Gedanken des Düsseldorfer Messechefs verweilen noch auf dem Messegelände Zao Expocentr, wo die Moskauer Tochter der Düsseldorfer ihren Sitz hat. Dort ging gerade die Doppelmesse Interplastica (Kunststoff- und Kautschuk)/Upakowa (Verpackungstechnik) zu Ende, erneut mit beachtlichem Erfolg, wie Dornscheidt versichert.

Die Veranstaltung habe sich mit rund 25 000 Besuchern aus der gesamten russischen Förderation als führende Fachmesse für Kunststoff- und Kautschuktechnik im russischen Markt etabliert. In Russland werde die Messegesellschaft aller Voraussicht nach das beste Ergebnis ihrer Geschichte erzielen.

Auch an anderen Standorten entwickelt sich ihr Auslandsgeschäft gut. Besonders starke Märkte seien die Tschechische Republik und die Volksrepublik China, so Dornscheidt. Im Reich der Mitte betreiben die Düsseldorfer zusammen mit den Konkurrenten aus München und Hannover sowie einer lokalen Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft ein Messegelände, das Shanghai New International Expo Centre (SNIEC).

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