Boom wie nie zuvor - Lebenslustige Feierszene
Berlin zieht Touristen in Scharen an

Die Bundeshauptstadt ist für viele Menschen eine Reise wert. Berlin erlebt 2004 den größten Tourismusboom seiner Nachkriegsgeschichte.

HB BERLIN. Die neuesten Statistiken mit Zuwächsen von bald 20 % belegen, dass der morbide Charme in Teilen der Stadt die Besucher keineswegs abhält, sondern eher neugieriger macht und in Scharen zusätzlich anlockt. Viele Touristenbusse steuern gezielt Stadtteile wie Prenzlauer Berg und Kreuzberg an, wo in sozialen Brennpunkten viele Fassaden bröckeln statt gläsern zu glänzen.

„Die Welt schaut auf Berlin“, sagte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) höchst erfreut über die Tourismuszahlen. Diese Dimension mit fast fünf Mill. Übernachtungen allein in den ersten fünf Monaten des Jahres hilft dem angeschlagenen Image der Hauptstadt wie ein hübsch verpacktes und unerwartetes Geschenk. Berlin ist mit mehr als 50 Mrd. € verschuldet.

Die Menschenschlange vor der Ausstellung des New Yorker Museums of Modern Art reißt nie ab, wird bis zum MoMA-Ende im September jeden Tag eher länger als kürzer. Wartezeiten bis zu sieben Stunden sind normal. Allein eine Million Menschen zog und zieht es zu den Schätzen der Kunst. Gut eine weitere Million schaute im lebenslustigen neuen Berlin beim Karneval der Kulturen begeistert zu oder tanzte mit auf den Straßen beim schwul-lesbischen Christopher Street Day. Es ist wohl die Mischung, die es macht. Und die nahe Zukunft ist gesichert: Der Sog der Fußball-WM mit dem Finale am 9. Juli 2006 in Berlin ist schon spürbar und wird noch mehr Besucher in die Stadt bringen.

Jeden Abend reißen sich Zehntausende bei gutem Wetter um die Stühle in zahllosen Freiluft-Restaurants und -bistros rund um den Hackeschen Markt. Eine junge Feierszene platzt schier aus den Nähten. Die Yuppies aus den vielen nach Berlin gezogenen Musik- und Filmstudios suchen und finden zuhauf Ablenkung vom Büro-Stress.

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