Boss will bis zu 10 Prozent eigener Aktien zurückkaufen: Boss trifft Erwartungen und erhöht Dividende

Boss will bis zu 10 Prozent eigener Aktien zurückkaufen
Boss trifft Erwartungen und erhöht Dividende

Der Modekonzern Hugo Boss hat die eigenen Gewinn- und Umsatzerwartungen erfüllt. Dabei konnte Boss die Verluste seiner Damenmode-Sparte "Boss Woman" deutlich reduzieren. Die Aktionäre sollen davon in Form einer höheren Dividende profitieren. Der Nettogewinn sei im vergangenen Jahr wie geplant um zehn Prozent auf 82,4 Millionen Euro gestiegen, teilte Boss am Donnerstag in Metzingen mit.

HB STUTTGART. Das Unternehmen traf damit auch die Prognosen von Analysten, die mit 82,3 Millionen Euro Gewinn gerechnet hatten. Dabei kam Boss allerdings der Wegfall einer Sonderbelastung in zweistelliger Millionenhöhe für die Neubewertung von Lagerbeständen in den USA 2002 zu Gute. Der Konzernumsatz lag mit 1,05 Milliarden Euro um 4 Prozent unter Vorjahr, um Währungseffekte bereinigt stieg er den Angaben zufolge jedoch um ein Prozent.

Boss Woman habe 2003 nur noch 3,0 (2002: 18,1) Millionen Euro Verlust verbucht, teilte der Modehersteller mit. In der zweiten Jahreshälfte habe die seit dem Start vor drei Jahren verlustträchtige Sparte ein ausgeglichenes Ergebnis und damit die Gewinnschwelle erreicht. Der Gewinn aus dem angestammten Geschäft mit Herrenmode dürfte dagegen gesunken sein. Für das laufende Jahr erwartet Boss nach früheren Angaben erneut einen stagnierenden Umsatz und eine leichte Gewinnsteigerung.

Vorstandschef Bruno Sälzer zeigte sich mit den Ergebnissen 2003 zufrieden: „Die konsequente Ausrichtung des Konzerns auf profitables Wachstum hat es uns ermöglicht, trotz angespannter konjunktureller Entwicklungen unser Ergebnis deutlich zu steigern und unsere Renditeziele zu erreichen“, erklärte er. Das Ergebnis vor Steuern kletterte um 27 Prozent auf 120,6 Millionen Euro. Boss litt im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben unter der Konjunkturflaute, deretwegen das Geschäft mit Anzügen und Businesskleidung schleppend verlief. Neue Ertragschancen sollen Freizeit- und Damenmode bringen. Letztere soll in binnen zehn Jahren 30 Prozent zum Konzernumsatz beitragen, zuletzt waren es weniger als fünf Prozent.

Nach einer Sitzung des Aufsichtsrats kündigte Hugo Boss an, bis zu 10 Prozent der Aktien über die Börse zurückkaufen zu wollen. Konkrete Pläne für Zukäufe, die mit dem Geld getätigt werden sollten, gebe es aber nicht.

Die Dividende für 2003 soll um je 3 Cent erhöht werden. Auf die Stammaktien, die mehrheitlich der italienischen Marzotto-Textilgruppe gehören, zahlt Hugo Boss damit 78 Cent, auf die Vorzüge 79 Cent je Aktie. Die im MDax notierten Vorzugsaktien verharrten am Donnerstag bei 17,70 Euro.

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