Branche erwartet Umsatzplus
Berater-Heer bekommt wieder Zuwachs

Ein weiteres Zeichen für die konjunkturelle Erholung: Der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater rechnet 2004 mit steigenden Umsätzen. Daher soll auch das Berater-Heer in Deutschland wieder größer werden.

HB DÜSSELDORF. Die Branche erwarte im laufenden Jahr ein leichtes Umsatzplus, nachdem der Umsatz 2003 um 0,5 % auf 12,23 Mrd. € gesunken sei, teilte der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU) am Dienstag in Düsseldorf mit. Rund 41 % der Beratungsunternehmen planten für 2004, neue Berater einzustellen.

Wachstumsimpulse erwartet der Verband durch verstärkte Anstrengungen der Unternehmen, wachstumsorientierte Projekte anzustoßen und ihre Computersysteme sicherer zu machen. Auch die geplanten oder in Aussicht gestellten Fusionen in der Pharma- oder Bankenbranche sowie zunehmende Börsengänge sollten dem Geschäft der Berater neuen Schwung verleihen, teilte der Verband mit.

Die öffentliche Debatte über Beraterverträge sieht BDU-Präsident Remi Redley als parteipolitisch motiviert an. In anderen Ländern griffen öffentliche Institutionen stärker als in der Bundesrepublik auf Berater zurück: Während der Anteil in Deutschland am Marktvolumen bei rund neun Prozent liege, falle er etwa in den USA mit 34 % deutlich höher aus. Eine unabhängige Analyse bestehender Strukturen innerhalb einer Institution sei zudem oft nicht möglich, weil Anforderungen des Tagesgeschäfts oder eine lange Betriebszugehörigkeit „den Blick auf hemmende Faktoren verstellen“. Ende Januar hatte der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Florian Gerster, seinen Posten auf Grund umstrittener Beraterverträge räumen müssen.

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