Branche macht im Durchschnitt keinen Gewinn
Baumärkten steht Überlebenskampf bevor

Auf Deutschlands Baumärkte rollt eine beispiellose Konsolidierungswelle zu: Nach Einschätzung des Wirtschaftsprüfungsunternehmens Ernst & Young werden wohl nur 3 der 14 großen Baumarktketten in der Bundesrepublik die nächsten zehn Jahre überleben.

HB DÜSSELDORF. Eine sinkende Flächenproduktivität, starke Preiskämpfe und entsprechend wachsende Verluste würden dazu führen, dass binnen weniger Jahre zahlreiche Baumarktketten verschwinden werden.

Das Preisniveau sei zum Vorteil der Verbraucher extrem niedrig, sagte Peter Schommer, Partner bei Ernst & Young, am Montag in Düsseldorf bei der Vorstellung der Studie. Die Branche habe 2004 zwar ein leichtes Umsatzwachstum von ein Prozent auf 17,44 Milliarden Euro erzielt. Allerdings sei dieses Umsatzwachstum vor allem auf die Eröffnung zusätzlicher Baumärkte und auf Rabattaktionen zurückzuführen. Im Durchschnitt mache die deutsche Baumarktbranche keinen Gewinn.

Der Verdrängungswettbewerb werde in den kommenden Jahren noch härter. Das Gros der großen Baumarktbetreiber wolle expandieren. Jedes zweite Unternehmen sehe Potenzial in großen Märkten mit einer Verkaufsfläche von 10 000 Quadratmeter und mehr. „Bereits heute ist Deutschland mit Baumärkten übersättigt. Und trotzdem haben fast alle Betreiber vor, neue, große Märkte zu eröffnen. Nötig wäre hingegen ein Abbau der Fläche um mindestens 30 Prozent“, betonte Schommer.

Egal ob OBI, Praktiker, Bauhaus, Hornbach, Hagebau oder toom, alle großen deutschen Baumarktketten setzen der Studie zufolge im Kampf um die Kunden auf dasselbe Rezept: mehr Märkte, größere Märkte und vor allem immer mehr Rabatte.

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