Branche unter Druck
US-Airlines stecken in der Zwickmühle

Die Insolvenz der drittgrößten US-Fluggesellschaft American Airlines wirft ein Schlaglicht auf die schwierige Situation der Branche. Auch über dem alten Kontinent haben sich dunkle Wolken aufgetürmt.
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Die drittgrößte US-Fluggesellschaft American Airlines hat nach hohen Verlusten Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen will sich von Schulden befreien, um wieder durchstarten zu können.

American Airlines ist nicht die erste Fluglinie, die in Schwierigkeiten steckt. Mehr als 200 Fluggesellschaften sind nach Angaben von Branchenkennern in den vergangenen zehn Jahren weltweit vom Markt
verschwunden.

Derzeit stecken die Unternehmen in der Zwickmühle: Auf der einen Seite schnappen sie sich gegenseitig mit günstigen Flügen die Passagiere weg. Zum Beispiel kostet der sechsstündige Trip von New York City ins Spielerparadies Las Vegas umgerechnet keine 200 Euro - mit Glück sind sogar noch zwei Nächte im Hotel inklusive. Auf der anderen Seite müssen die Airlines die drastisch gestiegenen Spritkosten verkraften. Alte, spritdurstige Maschinen verstärken das Problem noch.

American Airlines musste in den ersten neun Monaten ein Drittel mehr für Treibstoff berappen als im Vorjahreszeitraum. Die Linie konnte die Ticketpreise aber nur moderat anheben - am Ende stand ein Verlust von stattlichen 884 Millionen Dollar (663 Millionen Euro).

Große Rivalen wie Delta Air Lines stehen besser da, weil sie ihre Insolvenz bereits hinter sich haben und bis heute von den durchgedrückten Einsparungen profitieren. Vor allem nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 gab es eine Pleitewelle. Die Menschen bekamen regelrecht Angst vorm Fliegen, zudem litt die Wirtschaft unter den Folgen der Attacke und die Geschäftsreisenden blieben aus. Kaum hatte sich die Lage entspannt, stellten die Krisenjahre 2008 und 2009 die Fluggesellschaften erneut auf eine harte Probe.

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Auch die Lufthansa hat bereits ihre Gewinnziele kassiert.

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