Branche zieht ein durchwachsenes Fazit fürs Weihnachtsgeschäft
Handel bedingt zufrieden mit Adventsgeschäft

Gemischt ist die Bewertung des Einzelhandels zum letzten Adventssamstag 2003 ausgefallen. Teils brachte dieser Samstag den erhofften Durchbruch, in anderen Bundesländern blieb das Weihnachtsgeschäft hinter den Erwartungen zurück.

HB BERLIN. Einzelhändler in mehreren Bundesländer haben sich am letzten Adventssamstag zufrieden über den Umsatz geäußert. Der «Durchbruch zum erhofften Endspurt» sei da, sagte etwa der Hauptgeschäftsführer des Einzelhandelsverbands Nordrhein-Westfalen, Heinz Trompetter, der Nachrichtenagentur AP. Es wachse die Hoffnung, das Vorjahresergebnis zu erreichen.

Voller Hoffnung zeigte sich auch der baden-württembergische Einzelhandelsverband. «Wenn die letzten Tage bis Heiligabend so gut laufen wie der heutige Samstag, werden wir das Niveau des Vorjahres in etwa halten können», sagte die Hauptgeschäftsführerin des Verbandes in Stuttgart. Ähnlich äußerte sich der rheinland-pfälzische Einzelhandelsverband.

Auch in Berlin war der vierte Adventssamstag der umsatzstärkste im Dezember 2003, wie der Chef des Berliner Einzelhandelsverbandes, Niels Busch-Petersen, sagte. Das sei ungewöhnlich, denn sonst werde immer am dritten Advent das beste Geschäft gemacht. Es könne sein, fügte der Experte hinzu, dass nach der Verabschiedung der vorgezogenen Steuerreform nun etwas mehr Klarheit bei den Menschen herrsche und diese nun wieder mehr einkauften.

Der starke vierte Adventssamstag kann in Berlin aber die enttäuschenden Ergebnisse der vorigen Adventswochenenden nicht wettmachen. «Wir schätzen, dass der Umsatz etwa fünf bis zehn Prozent unter dem des Vorjahres bleiben wird», sagte Busch-Petersen. Auch in Brandenburg liegen die Umsätze rund 2,5 Prozent unter dem erhofften Niveau, wie es vom dortigen Einzelhandelsverband hieß.

In Brandenburg würden aber zunehmend Bargeld-Präsente unter den Weihnachtsbaum gelegt. Das gebe Anlass zu Hoffnung, dass der Einzelhandel zwischen Weihnachten und Neujahr noch einmal Kasse mache. Auch der hessische Einzelhandel rechnet mit einem realen Minus im Weihnachtsgeschäft gegenüber 2002. Der Weihnachtsmann lasse vor allem Textilwaren links liegen, hieß es vom hessischen Verband.

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