Branchenausblick
Luftverkehr im Sturzflug

Die Luftfahrtbranche steht vor einer Bruchlandung. Der Flugverkehr steht nämlich vor dem stärksten Einbruch seit 15 Jahren. Immer mehr Fluggäste bleiben lieber am Boden. Das merkt auch Austrian Airlines. Schon wieder.

HB WIESBADEN. Der Luftverkehr in Deutschland hat im ersten Quartal 2009 deutliche Rückschläge erlitten. 18,7 Mio. Menschen starteten eine Reise auf deutschen Flughäfen, das waren 9,3 Prozent weniger als im Vorjahresquartal, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Der Rückgang sei so stark ausgefallen wie in den vergangenen 15 Jahren nicht mehr. Mit 17,9 Prozent Minus auf 0,9 Mio. Passagiere war der Rückgang bei Flügen in die USA besonders groß. Die Zahl der innerdeutschen Fluggäste sank um 5,5 Prozent auf 5,6 Millionen. Die Luftfracht verzeichnete ein Minus von 14,7 Prozent auf 360 000 eingeladene Tonnen.

Exemplarisch für viele andere Fluggesellschaften steht hier die Austrian Airlines. Die Fluggesellschaft verbuchte im April erneut einen Passagierrückgang.Mit der vor einer Übernahme durch die deutsche Lufthansa stehenden österreichischen Fluglinie seien im Vormonat 7,96 Mio. Passagiere geflogen und damit um 12,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Auslastung der Flugzeuge habe sich um 1,2 Prozentpunkte auf 75,0 Prozent verringert, wie das Unternehmen mitteilte.

Auf Linienflügen habe sich das Passagiervolumen um 10,8 Prozent verringert, im Charterbereich seien um 29,8 Prozent weniger Fluggäste befördert worden. Für die ersten vier Monate belaufe sich das Minus nun kumuliert auf 14,8 Prozent. Den Passagierrückgang bekommt auch der Flughafen Wien zu spüren, dessen Hauptkunde die Austrian Airlines ist. Aufgrund der starken Präsenz von Billigfluglinien am Wiener Flughafen fiel der Rückgang im April mit 9,5 Prozent weniger stark aus als bei der nationalen Fluglinie.

Die Lufthansa hält bereits über 85 Prozent an der AUA. Für den Abschluss der Übernahme ist noch die Entscheidung der EU-Wettbewerbshüter ausständig.

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