Branchenmesse ITB
Tourismusmesse startet mit gemischten Gefühlen

Die weltgrößte Reisemesse ITB hat ihre Pforten geöffnet. Die Tourismus-Branche will die Menschen mitbunten Bildern und guter Laune zum Urlaubmachen animieren. Doch das fällt in diesem Jahr wegen der Wirtschaftsflaute sehr schwer. Die Branche setzt auf Frühbuchertarife.

ebe/HB BERLIN. Die weltgrößte Reisemesse ITB ist am Mittwoch in Berlin geöffnet worden. Bis zum Sonntag zeigen mehr als 11 000 Aussteller aus 187 Ländern Reiseziele rund um den Globus und neue Trends. Ein Schwerpunkt ist die Zukunft des Urlaubs angesichts der globalen Wirtschaftskrise. Zudem ist der Wirtschaftsfaktor Kulturtourismus ein wichtiges Thema. Offizielle Partnerregion ist "Ruhr 2010", die Kulturhauptstadt im kommenden Jahr. Die ersten drei Tage ist die Messe nur für Fachbesucher zugänglich. Die Messe Berlin erwartet insgesamt 170 000 Fachleute und Privatbesucher.

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Ernst Hinsken (CSU), sagte am Rande des Eröffnungsrundgangs der Deutschen Presse-Agentur dpa, die ITB solle ein Aufbruchsignal setzen. Gerade der Tourismus könne sich mit seiner erwiesenen Robustheit gegen den Abschwung stellen. "Der Deutschen liebstes Kind ist das Reisen, darauf muss gesetzt werden." Der Rundgang, an dem auch Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) teilnahm, begann am Messestand des Ruhrgebiets.

Der Präsident des Deutschen ReiseVerbandes (DRV), Klaus Laepple, hatte am Vorabend erklärt, eine Prognose für das Reisejahr 2009 sei vorerst nicht möglich. Zu Jahresbeginn hätten viele Menschen ihren Sommerurlaub erst zögerlich gebucht. Dennoch gebe es teils weiter Zuwächse. Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) sagte, die Reisemesse stehe angesichts der Konjunkturflaute für Optimismus. Die Tourismusbranche habe mehrfach gezeigt, dass man sich von Krisenszenarien erholen und gestärkt daraus hervorgehen könne.

Die Unternehmen wünschen sich derzeit nichts sehnlicher als Frühbucher. Kunden, die schnell ihre sommerliche Pauschalreise ordern, werden mit Preisnachlässen umworben wie nie zuvor. Die Reisebuchungen legen bei den Veranstaltern zwar allgemein zu, doch die Branche hat bisher keine Vorstellung, wieviele Reisende sie in der Wirtschaftskrise in ihre Flugzeuge und Hotelbetten bekommt.

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