Branchenverband FME stellt Studie für 2005 vor
Veranstaltungs-Agenturen hoffen auf WM

Deutsche Event-Agenturen erwarten spürbare wirtschaftliche Impulse von der Fußball-Weltmeisterschaft (WM) 2006 in Deutschland. Laut der Studie „Event-Klima 2005“, die gestern vom Branchenverband Forum Marketing-Eventagenturen (FME) vorgestellt wurde, wird der größte Teil der Unternehmensausgaben für Großereignisse im kommenden Jahr in so genannte „Public Events“ fließen.

DÜSSELDORF. Der erwartete Zuwachs bei diesen Werbeveranstaltungen, die meist an öffentlichen Orten statt finden und die eine breite Publikumswirkung haben, sei vor allem mit der Fußballweltmeisterschaft zu erklären, sagt FME-Geschäftsführerin Elfie Adler: „Alle Kunden werden in irgendeiner Weise versuchen, das Thema aufzugreifen.“

Damit unterscheiden sich die Event-Agenturen deutlich von den Vertretern der klassischen Werbung, die nach Angaben des Zentralverbandes der Deutschen Werbwirtschaft nur mit geringen wirtschaftlichen Auswirkungen der WM rechnen. Auf Grund der starken Präsenz der offiziellen Fifa-Sponsoren raten einige Werbeagenturen ihren Kunden teilweise sogar von der exzessiven Verwertung des Ereignisses ab.

Denn während exklusive Partner wie der Reifenhersteller Continental, Coca Cola oder die Deutsche Telekom zweistellige Millionensummen für die WM-Werberechte gezahlt haben und sie ausgiebig nutzen wollen, dürfen andere Unternehmen nicht einmal den Begriff WM 2006 verwenden.

„Im Event-Marketing lässt sich die WM auch jenseits der offiziellen Stadien gut verwerten“, begründet FME-Geschäftsführerin Elfie Adler. Marktteilnehmer wie Stefan Rössle, Geschäftsführer der Hamburger Agentur Kontrapunkt, die mit 1,8 Mill. Euro Honorarumsatz 2003 eher zu den kleineren Spielern gehört, kooperieren so zum Beispiel eng mit dem Tischfußballverband. Andere denken an die Vermarktung von Freundschaftsspielen.

Großaufträge der Fifa-Sponsoren und der nationalen Förderer mögen bereits vergeben sein, doch „die zweite Welle kommt erst noch“, glaubt daher der FME. Zumal der Weltfußballverband Fifa den Städten gerade erst prinzipiell erlaubt hat, Fußballspiele auf Großbildleinwänden öffentlich zu übertragen.

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