Brandschutzabkommen: Kik und C&A sollen endlich handeln

Brandschutzabkommen
Kik und C&A sollen endlich handeln

Schon wieder sind bei einem Brand in einer Textilfabrik Menschen ums Leben gekommen. Nun fordert eine Organisation: Die Textilketten Kik und C&A sollen dem Brandschutzabkommen beitreten.
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BerlinNach dem erneuten Tod von Näherinnen in Bangladesch bei einem Brand in einer Textilfabrik hat die Kampagne für Saubere Kleidung den Textildiscounter KiK und die Modekette C&A zur Unterzeichnung des Brandschutzabkommens aufgefordert.

"Wie viele Menschen müssen noch sterben, bis endlich europäische Modemarken und Einkäufer handeln und für umfassende Sicherheit und Arbeitsschutz bei ihren Lieferanten Sorge tragen?", kritisierte Gisela Burckhardt von der Organisation. An der Brandstelle vom Samstag sei neben französischen und spanischen Mode-Labeln auch das von KiK gefunden worden.

Das Brandschutzabkommen sieht eine Verbesserung des Arbeitsschutzes vor und würde erstmals Gewerkschaften und Organisationen aus den Produzentenländern erlauben, Textilfabriken zu kontrollieren. Von europäischer Seite wurde es bislang nur von Tschibo unterzeichnet. Die Kampagne für Saubere Kleidung fordert seit Monaten, dass weitere Unternehmen dem Abkommen beitreten, damit es in Kraft treten kann.

Am Samstag waren bei einem Brand in einer Textilfabrik in einem Vorort von Dhaka sieben Arbeiterinnen ums Leben gekommen und 15 weitere verletzt worden. Das Feuer brach während der Mittagspause aus, weshalb sich die meisten Näherinnen gerade nicht im Gebäude aufhielten.

Bei einem verheerenden Fabrik-Brand Ende November waren 111 Menschen gestorben. Die Tazreen-Fabrik hatte Kleidung für westliche Firmen produziert, unter anderem für die Bekleidungskette C&A.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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